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Dritter Band.
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Buch XI. Kap. 2. §. 54.

gefügte Synonym hinlänglich davon unterschieden. Mir ist dieseBenennung für Raphanus völlig unbekannt.

Quod Zuphion vocatur, St. p. 71 B, ein Gegengift. Dufresne hält govcpiov für eine Abkürzung von uovcfinr, Thierchen. Daspasst hier nicht. Die Araber machten aus zwei im Griechischensehr verschiedenen Worten, aus oYaojmg, dem Schmier der Schaaf-wolle, und aus vaaomog, dem Ysop, ein einziges Wort Zufä,und unterschieden die beiden Dinge durch Zusätze. Siehe IhnSina I, pag. 166 des Originals, II, pag. 118 der Uebersetzungvon Plempius. Daraus scheint hier Zouphion entstanden zu sein,und zwar in der Bedeutung von oYovnog; denn Pflanzen pflegtStephanos nicht durch quod, sondern durch herba quae dicitur,einzuführen.

§. 54.

Michael Glykas .

Ungefähr hundert Jahr später begegnen wir erst wieder einemgriechischen Schriftsteller, der hier genannt zu werden einigen,wiewohl sehr schwachen Anspruch hat, dem Historiker MichaelGlykas . Ich will nicht untersuchen, ob er, wie ihn Handschriftennennen sollen, ein Sicilianer, Sikcliotes, war, oder, wie ihn einspäterer Schriftsteller nennt, Sikyditos hiess, was die Abschrei-ber irre führte l ). Er ist zu unbedeutend für uns, um ihm so vielRaum zu gönnen.

Sein Hauptwerk ist eine Universalgeschichte in vier starkenBüchern. Das erste handelt von der Schöpfung, das zweitegeht von Adam bis Julius Cäsar , das dritte von diesem bis Kon-stantin dem Grossen, das vierte endlich bis zum Tode des KaisersAlexios I , das heisst bis 1118. Herausgegeben ist das vollständigeWerk zuerst von Labbe 1660 in der pariser Sammlung des Scri-ptores kistoriae Byzantinae, und sorgfältiger, wiewohl ohne neuekritische Ilülfsmittel, von Immanuel Bekker 1836 in der durch

1) Man vergleiche darüber Fabricii bibliothec. G'raec. X, pag. 22!}.