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Buch XI. Kap. 2. §. 55.
setzen sollen, des Kaisers) Constantinus eine gewisse Seifebereitet. Ihn scheint Freind im Sinne zu haben, wenn er sa^t(hist. d. 1. medec. I, pag. 155) Nikolaos Myrepsos citire den Joan-nes Aktuarios; wogegen Sprengel aus dem Zusatze mit Rechtfolgert, dieser Aktuarios müsse ein anderer sein. Und wirklichhat Myrepsos sect. 36, cap. 138 auch noch einen TheodorusActuarius, den wir nicht kennen. Ueberhaupt war Aktuariosein blosser Titel, den viele Aerzte am kaiserlichen Hofe führten,und der, wie wir gleich sehen werden, auch dem Xikolaos My-repsos selbst beigelegt wird.
Nun leuchtet ein, wie schwach begründet Freinds ohne Angabeeiner Beweisstelle unbeschränkt ausgesprochene Behauptung ist,Nikolaos Myrepsos citire den Joannes Aktuarios, so dass wir nichteinmal wissen, ob er den einfach Actuarius, oder mit Sprengel deneinfach Joannes genannten Mann im Sinne hatte. Sprengels Deu-tung wäre nicht unwahrscheinlich, wenn wir wüssten, dass JoannesAktuarios vor Nikolaos Myrepsos gelebt hätte; dies erst zu be-weisen, genügen des Myrepsos Citate nicht. Doch davon mehrbei Joannes Aktuarios selbst.
Für die Zeitbestimmung des Nikolaos Myrepsos ist das Citatdes Kaisers Michael VIII . Paläologos das wichtigste, indem es unsdie unterste Grenze, nach welcher er geschrieben haben muss,kennen lehrt. Die oberste Grenze, vor welcher er geschriebenhaben muss, Hesse sich genauer angeben, wenn uns die Zeit seinesUebersetzers Nicolaus Rheginus zu ermitteln gelänge. Mirfehlen dazu alle Ilülfsmittel, und frühere Literatoren behandelndiesen Schriftsteller, der doch als der älteste Uebersetzer des Ga-lenos für die Geschichte der Medicin von Bedeutung ist, entwedernur flüchtig, oder sie übergehen ihn ganz. "Wenn sich aber seinerUebersetzung des Nikolaos Myrepsos , wie ich nicht zweifeln kann,schon Franciscus Pedemontanus, Matthäus Sylvaticusund sogar Petrus de Abano bedienten, so bleibt doch nur einenger Zeitraum übrig, innerhalb dessen Nikolaos Myrepsos seinAntidotarion geschrieben, und Nicolaus Rheginus dasselbe über-setzt haben muss. Denn die beiden erstgenannten waren Leibärzte