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Buch XI. Kap. 2. §. 55.
das Antidotarium, von dessen Albernheiten uns Fabricius*) einekleine Bumenlese gab, in hohem Alter.
Ganz anderer Art war der Aktuarios Joannes des Zacha-rias Sohn, welchen Neuere schlechthin Aktuarios zu nennenpflegen; ein Mann von Geist und klassisch-philosophischer Bildung,der selbst ein besseres Zeitalter würde geziert haben. Wie er sichals denkender selbst beobachtender Arzt auszeichnet, was er zumalfür psychische Heilkunde gethan, wie er die Lehre vom Urin mei-sterhaft behandelt und physiologisch zu begründen versucht: dasalles und mehr dergleichen gehört nicht hierher 1 2 ). Als Botanikerhaben wir es nur mit seinen Nahrungs- und Heilmitteln zu tliun.Von der Bereitung der zusammengesetzten Heilmittel handeln diebeiden letzten Bücher seiner Methode der Ileilkunst unterdem besondern Titel: von den Formen der zusammenge-setzten Heilmittel, die man daher sein Antidotarium zunennen pflegt. Doch werden wenigstens die abführenden Mit-tel auch einzeln darin abgehandelt. Vollständig kennen wir diesbedeutende Werk leider nur nach einer etwas zu freien Ueber-setzung unter dem Titel:
Actuarii Joannis filii Zachariae methodi medendi libri sexetc. Cor. Henricus Mathisius, Burgensis medicus, nuncprimum vertit. Accessit rerum ac verborum index locupletissi-mus. Venetiis 1554, in 4.
Griechisch erschienen davon bis jetzt nur das erste und zweiteBuch, jedes unter besonderm Titel, in Idelers Sammlung Physiciet medici Graeci minores, vol. II, pag. 353 sqq. Das Antidotariumallein erschien aber auch besonders in einer altern Uebersetzuno;:
Actuarii de medicamentorum compositione, Ruellio interprete.Parisiis 1539, in 12. und ward nach Choulant vermuthlichöfter wieder abgedruckt.
1) Fabrici biblioth. graec. XIII, pag. 6 — 9.
2) Am lesenswerthesten darüber bleibt noch immer Freind hisiorie de lamedecine 1, pag. 138 — 156, wo man sogleich alles findet, was Freind über dasAlter des Joannes Aktuarios gesagt hat, und was ich zu widerlegen versuchenwerde.