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Dritter Band.
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Buch XI. Kap. 4. §. G6.

Von einem Aufenthalt des Constantinus in Griechenland weissPetrus nichts. Indess übersetzte Constantinus ein medicinischesWerk, das wir in seiner lateinischen Uebersctzung unter dem TitelViaticum gedruckt besitzen, aus dem Syrischen auch ins Grie-chische, und konnte sich die dazu nöthige Sprachkenntniss wohlnur unter Griechen angeeignet haben. Drei Handschriften dieserUebersetzung, zwei wiener 1 2 ) und eine florentiner -), führen aufdem Titel die Worte : tcccqu Kiovaiavtlvov Idii^Y.or^ov tov ‘Pijyivov,von Konstantinos dem Secretär, dem Reginer, worausTosti 3 ) wie ich meine, mit vollem Recht schliesst, Constantinus hatte sich von Karthago erst nach Reggio , und von dort ausspäter, wir wissen nicht wann, nach Salerno begeben. Nach Män-nert 4 ) erhielt sich der Gebrauch der griechischen Sprache inReggio besonders lange. Auf eine längere Dauer seines Aufent-halts daselbst lässt auch der ihm von der Stadt gegebene Beinameschliessen; und der Titel Secretär, den er grade auf den griechi-schen Handschriften führt, macht es mir sehr wahrscheinlich, dassRobert Guiskard ihn schon hier kennen lernte, und seine ausge-breiteten Sprachkenntnisse zu Staatsgeschäften benutzte.

Eben so wenig wissen wir von der Zeit und Dauer seinesAufenthalts zu Salerno , und von seinem Verhältniss zur dortigenGilde der Mediciner. Petrus Diaconus 5 ) giebt ihm unter den be-rühmten Cassinensern zwei Schüler. ,,Atto, ConstantiniAfricani auditor, et Agnetis imperatricis capellanus, ea, quaesupradictus Constantinus de diversis linguis transtulerat, cothur-nato sermone in Romanam linguam (ins Romanische, in die Volks-sprache) transtulit,“ Und: „Joannes medicus, supradictiConstantini Africani discipulus et Casinensis monachus,

1) Lambecii commentarii etc. VI, pag. 125 sqq.

2) Ban di nt catalogus codd. mss. Graecor. bibliothec. Laurentianae 111,pag. 142, wie Tiraboschi und Renzi, oder 125, wie Tosti citirt. Mir steht dasWerk nicht zu Gebot.

3) Tosti storia della badia di Monte Cassino 1, pctg, 344.

4) Männert, Geographie der Griechen und Römer IX, Abth. 11, S. 182,

5) Petrus Diaconus de viris illusir. Casinens. cap. 24 et 35.