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Buch XII. Kap. 1. §. 2.
dazu sein verehrter Ordensgeneral Pater Humbert die Annahmedes Krummstabes ernstlich widerrieth. Er sträubte sich daher,musste jedoch dem entschiedenen Willen des Pabstes endlich nach-geben, und empfing, wie Petrus (cap. 35, pag. 262) berichtet, zuKoni vom Pabste selbst die bischöfliche Weihe. Andre gedenkendieser seiner zweiten römischen Reise nicht. Es gelang ihm, seinBisthum zwei Jahr lang friedlich zu verwalten, und die zerrütte-ten Finanzen desselben zu ordnen. Von Prunksucht hielt er sichfortwährend so fern, dass er seinen Sprengel, wie Petrus versichert,nie anders als zu Fuss durchzog, begleitet von einigen Geistlichenund gefolgt von einem mit dem bischöflichen Ornat beladenenMaulthier. Dabei behielt er, ungeachtet der äussersten Pflichttreuein allen Geschäften, doch noch Zeit, in Regensburg eins seinergrossem theologischen Werke zu schreiben. Doch lange trug erdiese ihm ungewohnte Bürde nicht. Nach Alexanders Tode erbater sich und erhielt von dessen Nachfolger Urban IV. die Erlaub-nis, den Hirtenstab niederlegen und wieder als einfacher Lectornach Köln zurückkehren zu dürfen. Echard erwähnt (pag. 168)eines seiner Briefe vom Jahre 1263, worin er sich bereits als vor-maliger Bischof unterzeichnet. Dadurch widerlegt sich, wasPetrus (cap. 37, pag. 267) behauptet, Albert hätte die Erlaubnisabzudanken von Clemens IV. erhalten, der den päbstlichen Thronerst 1265 bestieg. In seinem kürzlich wieder aufgefundenen Te-stament, beruft sich Albert auf die ihm vom Summus pontifex er-theilte Dispensation vom Gelübde der Armuth; ich wüsste nicht,wann ihm dieselbe wahrscheinlicher ertheilt sein könnte, als beiGelegenheit seiner Abdication von einem mit reichen Einkünftenversehenen Amte, dessen Schimmer nie ganz erlosch.
Denn hochgeehrt von seinem Erzbischof von Köln , wie vonden Bischöfen von Strasburg und Basel , ward er bald hier balddorthin berufen, um neue Altäre Kirchen Klöster einzuweihen,oder zu ähnlichen Geschäften, denen die Würde der Persönlich-keit zu statten kam; und er verrichtete dergleichen Geschäfte nachdem Wunsch des Erzbischofs stets in Pontificalibus. Zweimal•ward ihm auch in den Streitigkeiten des Erzbischofs mit der kölner