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Buch XII. Kap. 1. §. 4.
die Etymologie der Namen Frnctus und Käorrog zu falschen mor-phologen Bestimmungen verleiten Hessen . Auch Albert kann sich,uie wir gleich sehen werden, trotz der Warnung, die er selbstgiebt, noch nicht ganz davon losmachen. Gross sagt er, ist dieVerschiedenheit der Früchte. Einige sind zugleich Samen, ohneetwas Essbares zu haben; doch sind dergleichen Samen auch wohlin Schoten und Häute eingeschlossen. Zuweilen werden dieSamen nebst den sie einlnillenden Substanzen Frucht <renanntUnd diese Substanzen sind wiederum verschiedenartig. EinigeFrüchte haben ausserhalb der die Samen enthaltenden Schote nochFleisch, wie Aepfel Birnen Quitten, in denen eine harte, meist infünf Kammern getheilte Schote liegt. Andre haben ihre Samenin einem mit Fleisch umgebenen muschelartigcn Knochen (in ossetestaceo), und ihr Fleisch wird entweder mit der Samenreife weichwie bei den Pflaumen und Kirschen, oder hart und trocken wiebei den Nüssen und Mandeln. Einige haben ihre Samen ineiner einfachen nackten Schale, die beim Keifen mehr und mehrerhärtet. Andre tragen sie in Schalen, die bei der Reife vertrock-nen und die Samen mit Gewalt ausstossen. Oder die Schalenplatzen und die Körner lösen sich ab, wie bei den Ilülsenfrüchten;und diesen sind auch die Früchte der Cassia Fistula, der Päoniaund des Granatbaums ähnlich. Andre Pflanzen tragen ohne Schotenackte, nur von der einfachen Samenhaut umgebene Samen, wiedie Distelgattungen und viele andre Kräuter. Hierher gehörenauch die Laucharten, die zwar anfangs in einer gewissen Schoteeingeschlossen sind, nach der Reife jedoch frei auf dem Halmstehen (hier scheint Albert die Spatha der Umbella bulbifera fürein Pericarpium, und die Bulbilli selbst für Samen genommen zuhaben). Auch die Petersilie, der Fenchel, der Anis, das Silermontanum gehören hierher.
Cap. 2. De causis diversitatis fructuum et semi-n u m q u o a d hnmores, q u i sunt in i p s i s et in circum-stantibus. — Aus diesem langen Kapitel hier nur Eine Beob-achtung. So lange die Frucht noch an der Pflanze hängt, kom-men die Saftwege zum Samen aus dem Fruchtstiel (coctiledo),