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Buch XII. Kap. 1. §. 5.
indem es weniger beladen mit miissiger Speculation über Dinge,zu denen doch keine Speculation mit Sicherheit fortschreitet, zwarnicht den Umfang, doch den Gehalt der eigentllichen Pflanzen-kunde Alherts kund giebt. Er selbst legt wenig Werth darauf.„In hoc sexto libro, sagt er, magis satisfacimus curiositati studen-tium quam philosophiae. De particularibus enim philosophia essenon poterit .... Experimentum (das heisst Erfahrung, nicht etwaVersuch) enim solum certificat in talibus, eo quod de tarn particu-laribus naturis Syllogismus haberi non potest.“ Doch versicherter, was er mittheile, entweder selbst beobachtet, oder aus solchenSchriftstellern genommen zu haben, von denen er überzeugt sei,dass sie nicht leicht etwas vorbrächten, was sie nicht durch eigneErfahrung bestätigt hätten. Dies Vertrauen schenkt er vor Allendem Avicenna , der es freilich nicht verdient.
Nach diesem Vorwort handelt er im ersten Tractat von Bäu-men und Sträuchen, im zweiten von Stauden und Kräutern inalphabetischer Ordnung. In vielen Artikeln tritt die Schärfe sei-ner Beobachtungen überraschend hell ans Licht; wo ihm aber dieeigene Anschauung fehlte, verlässt er sich am liebsten auf Avicenna .Nur von dem, was ihm eigen ist, werde ich einiges ausheben, beiweitem nicht alles, kann darüber jedoch fast nur wiederholen, wasich bereits 1837 in der Linnäa Band XI, Seite 557 ff. mitgetheilthabe, wiewohl einiges, zumal nach den später erst von mir be-nutzten Handschriften zu berichtigen ist Die Nummern der Ka-pitel anzugeben, überhebt mich die alphabetische Ordnung, die ichnoch etwas genauer wie Albert beobachten werde.
Tractatua prim u s.
De arboribus.
Abi es. — Darunter versteht Albert einmal die ganze linneischeGattung Pinus , wovon er sechs Arten unterscheidet, und dannzwei Arten unsrer jetzigen Gattung Abies , von denen er kurz nacheinander handelt, ohne ihnen besondre Namen beizulegen. Es sind1 und 2. Abies, unsre Abies Picea und excelsa, fernerMeyer, Gesch. d. Botanik. IV. 5