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Buch XII. Kap. 1. §. 5.
Tractatus secundus.
De effectibus plantar um.
Diese aus sechs langen Kapiteln bestehende generelle Heil-mittellehre, hauptsächlich nach Avicenna , deren Text noch dazuselbst in den Handschriften, noch mehr in den Ausgaben entstelltund lückenhaft ist, übergehe ich wieder als unwesentlich für unsernZweck, bis auf eine Stelle, in der sich mehr als sonst im ganzenWerk Alberts schwache Seite, seine Hinneigung zum Aberglaubenverräth. Ich schicke voraus, dass Albert bei allerlei wunderlichenDingen, die er mittheilt, zuweilen auch Hermes citirt, dann aberhinzuzufügen pflegt, er selbst hätte darüber keine eigne Erfahrung.Nur einmal, hier am Schluss seines fünften Buchs, gedenkt er derübernatürlichen oder, wie er es nennt, göttlichen Kräfte gewisserPflanzen mit folgenden Worten: „Sed, quod oportet adjungere, est,quod etiam quaedam (sc. plantae) habere videntur eflectus divinos,quos hi, qui in magicis Student, magis insectantur: sicut Betonicadivinationem praebere dicitur, et Verbena (Berbena, Editt.), quaeamorem, et ea, quae vocatur herba Meropis, quae dicitur aperireseras clausas. Et sunt multae tales, de quibus scribitur in librisi n c a n tat i on i s Ilermetis philosophi et Costa Ben Lucaephilosophi et in libris de physicis ligaturis inscriptis.
Das ist, nichts vertuscht, und nichts in zu günstiges Lichtgestellt, Alberts generelle Botanik, die erste ihrer Art; dennTheophrastos verfolgte, wie wir sahen, einen ganz andern Plan.Was Albert vorfand, die zwei Bücher des Nikolaos, störte ihn mehrin seinem eignen streng systematischen Gange, als es ihn förderte;und nach ihm verstrichen Jahrhunderte, bevor ein zweites, demseinigen auch nur entfernt vergleichbares Werk erschien. Undnoch dazu, die Fehler seines Werks verschuldet sein Zeitalter, dieVorzüge desselben gehören ihm allein an.
§. 5 .
Alberts specielle Botanik.
Für uns das Wichtigste in Alberts Pflanzenwerk ist dassechste Buch: de speciebus quarundam plantar um,