Buch XII. Kap. 1. §.5.
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lustre. Dazu ist der Text des Artikels in den Handschriften fasteben so incorrect wie in den Ausgaben, und ohne ausführlichereUntersuchungen, als hier Platz haben, nicht zu berichtigen.
Nux. — Juglans regia . Ein hoher und grosser Baum.Die grossen Blatter entspringen, mehrere zugleich, aus einer lan-gen , aus dem Baum hervorgehenden Linie (petiolus communis)wie bei der Esche und Liquiritia. Der Baum blühet nicht, treibtaber vor den Blättern lange grüne lockere Kätzchen (purgamenta).Die Nuss besteht aus vier Substanzen. Die äussere ist fleischigund sehr bitter; darunter liegt die harte Nussschale; innerhalbdieser schliesst noch eine Haut den Kern ein. Letzterer ist gleich-sam in vier Viertel getheilt, die jedoch in der Mitte Zusammenhän-gen. An der Verbindungsstelle erhebt sich ein spitzer Körper,und in diesem ruht die Keimkraft, alles übrige dient zu seiner Er-nährung. — Es giebt aber mehrere Nussarten. Dazu gehört auchC o r i 1 u s, ein bekannter Baum, dessen Nüsse A v e 11 a n a e genanntwerden. Seine Blätter entspringen unmittelbar (d. h. einzeln) ausdem Holz. Auch er trägt Kätzchen. Das Uebrige ist eine Ver-gleichung des Holzes beider Bäume.
Olea. — Der Oelbaum liebt Wärme, und bringt diesseitsdes sechsten Klimas keine Frucht mehr zur Reife, wiewohl er imsiebten noch fortkommt und blüht (Letzteres würde ich für eineVerwechselung mit Elaeagnus augustifolia halten, wenn ich wüsste,dass dieser Baum in Gegenden, die Albert kannte, vorkäme). DasHolz wächst in Schichten, und kommt an Härte ungefähr dem desApfelbaums gleich. Der Stamm ist reich an wohlgeordneten Ruthen ,die aus Knoten entspringen, und gegenständigen Blättern, an Ge-stalt den Weidenblättern ähnlich, doch weit härter und auf einerSeite weisslich. Die Blumen duften weit umher, und bestehen auszwei weissen Blättern (Kelch und Krone?) inwendig mit etwasGelbem bestreut (Antheren?;. Die Frucht hat eine erdige Schale,darunter ein sehr fettes Fleisch. In der Mitte enthält dasselbeeinen sehr harten Stein, und in diesem den Kern, mit einer zar-ten Haut umgeben. Senken sich die Wurzeln in die Erde, sozeigen sich an jeder Gabeltheilung zwei weisse Anhängsel nach