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Buch XII. Kap. 2. §. 14.
leben von Milch Reis Fleisch dem Wein der oben genann-ten Baume, und haben Ueberfluss an dem besten Brasilien -liolz der Welt. — Cap. 20. Im Lande Maabar (Malabar istfalsche Lesart bei Ramusio , wofür andre Texte richtig Maabarhaben; jetzt die Küste Koromandel nordöstlich vom Cap Como-rin. Das wirkliche Malabar kommt in Ramusio’s Text unter die-sem Namen später cap. 27, und im lateinischen Text unter demNamen Melibar vor. Vergl. Abd-Allatif, traduit par Silv. de Sacv,pag. 111 ff.) wächst kein Getreide, ausser Reis und Sesam. —Cap. 22. Die Zähne der Bewohner von Lac oder Loac oder Lar(unbekannte Gegend westlich von Madras) sind vortrefflich durchein gewisses Kraut, das sie zu käuen pflegen, das die Verdauungfördert und der Gesundheit sehr zuträglich ist (Piper Betle).Es giebt unter ihnen einige Geistliche, die sich Tingui nennen.Diese gebrauchen weder Schüsseln noch Teller, sondern legen ihreSpeisen auf die trocknen Blätter der Adamsäpfel, die man Pa-radiesäpfel nennt (also der Musa paradisiaca; vergl. cap.18). — Cap. 2-1. Alle Bewohner der edlen und grossen Stadt Cael(von unbekannter Lage) und überhaupt ganz Indiens pflegen ausGewohnheit und zum Vergnügen beständig ein Blatt, Tenbulgenannt, im Munde zu führen (also wieder Piper Belte, wie incap. 22). — Cap. 25. In Coulam (noch jetzt Coulan, an der Süd-westküste der Halbinsel) wächst viel gutes Brasilien holz undPfeffer in grossem Ueberfluss, indem er sich in allen 'Wäldernund Feldern findet. Man sammelt ihn in den Monaten Mai Juniund Juli, und die Bäume, die ihn tragen, sind zahm. Auch habensie sehr guten Indigo in grosser Menge, den sie aus Kräuternbereiten, welche, nachdem die Wurzel davon genommen, in grosseGefässe voll Wasser geworfen werden, worin sie bleiben, bis siefaulen u. s. w. (vergl. cap. 15). — Cap. 2b 1 ). Im Lande Dely(Mont Dilli) ist Ueberfluss an Pfeffer und Ingver, der da wächst,
1) Ist eigentlich cap. 27, indem Ramusio aus Versehen zwei auf einanderfolgende Kapitel mit der Zahl 25 bezeichnet hat. Doch halte ich mich anRamusio’s Zählung, weil meist nach ihm citirt wird.
Meyer, Gesell, d. Botanik. IV.
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