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Buch XIII. Kap. 2. §. 15.
ville oft wörtlich übereinstimmt, fällt diesem, nicht jenem zur Last,der schon todt war, als dieser schrieb. Und hin und wieder trifftman bei Odoricus durchaus naturgetreue Angaben, die er zu seinerZeit aus keinem andern Schriftsteller entnehmen konnte. Dahinrechne ich unterandern, was er von den kleinen aber höchst ge-fährlichen Blutigeln auf Zeilon berichtet, von denen Marco Polo schweigt, die aber nach zahlreichen neuern Berichten mehr Menschen-leben vernichten sollen, als alle reissenden Tliiere und giftigenSchlangen der Insel.
Von botanischen Nachrichten finde ich in dem kürzern Berichtbei Eamusio nur folgende. In einer Stadt namens Geste an derGrenze Persiens gegen Indien war Ueberfluss an GetreideFeigen und sehr dicken grünen Kos inen. ■— In der ProvinzMangi in Überindien (d. h. in China ) wird die Wohlfeilheit desfrischen Ingvers gerühmt. — Den Beschluss macht folgenderumständlicher Bericht, die Grundlage der Sage vom vegetabi-lischen Lamm, das sich endlich in das Rhizom unseres Poly-podium Baromez auflöste: „Eines Tages sah ich ein Thier vonder Grösse eines kleinen Esels, weisser als Schnee, und dessenWolle, die man abschor, der Baumwolle glich. Als ich die Er-stehenden fragte, was das sei, antwortete man mir, der Fürst hättees einem seiner Barone geschenkt wegen des Fleisches, welches dasbeste und dem Menschen zuträglichste von allem sei. Man fügtehinzu, es sei da ein Berg, worauf gewisse grosse Kürbissewüchsen, und wenn sie reif wären, öffneten sie sich, und jenesThier käme heraus.“ Dabei erinnert sich Odoricus der kürbis-artigen Baum früchte in Schottland und England, worausnach der Versicherung bedeutender und glaubwürdiger MännerVögel hervorgehen sollen. Das ist die bekannte zuerst von Giral-dus Cambriensi s (geboren 1146, gestorben nach 1220) in seinemItinerarium Cambriae erzählte Sage '), die ich, wäre sie mir nicht
1) Siehe M. CA. Sprengel, Geschichte der wichtigsten geographischen Ent-deckungen , Seite 244 und Sote 2) S. 246.