135
Buch XIII. Ivap. 2. §. 15.
auf (1er "Welt (kann eine Andeutung der Antiaris toxicariasein). Es wird nicht gesagt, dass die Einwohner ihre Pfeile damitvergiften, sondern nur, dass, wer davon etwas geniesst, verlorenist, es sei denn, dass er sogleich Menschenkoth nimmt (offenbarals Brechmittel). Die Bäume, die das Mehl tragen, sind gross,doch nicht hoch. Die fernere Beschreibung der Bereitung und desGebrauchs des Mehls stimmt mit den von M. Polo gegebenenüberein; docli versichert Odorico dasselbe wahrlich gesehen undgegessen zu haben. — In dieser Gegend giebt es auch ein gewissesKohr, zuweilen fünfzig Klafter hoch und dick wie Bäume; andre,Casar genannt, breiten sich wie Käsen auf der Erde aus, wo vonjedem ihrer Knoten (ich lese in ciascun nodo, statt modo) V urzelnausgehen, welche andre Zweiglein bilden, und welche, von Zweigenzu Zweigen fortschreitend, sich über eine (italiänische) Meile weiterstrecken. In ihnen finden sich Steine von solcher Kraft, dassdiejenigen, welche sie an sich tragen, weder vom Schwerdt nochanderm Eisen verletzt werden können (ob das alles von Bambusaarundinacea, oder das letztere von einer andern Bambusee zuverstehen ist, weiss ich nicht; der Stein darin ist offenbar derTabaschir). — Auf der Insel Silam wird einer Pflanze namensBavo y r gedacht, mit der sich die Einwohner reiben, um sich gegenBlutigel zu schützen. — Bei Zaton (Zaitun in China ) wird vorallem der Ueberfluss an Zucker gerühmt. — Fernerbei der StadtSuzupato oder Suzzumato (beide Kamen werden gleich nach ein-ander genannt) die ausserordentliche Menge von Sorghum. —Nun folgt mit einigen kleinen Abweichungen die Fabel von demaus einem Kürbis entstehenden Thier, nebst derselbenBerufung auf die vög e 11 ra g e n d en Bäume. — Von China gehtdie Reise weiter nach dem Lande des sogenannten Priester Jo-hannes, von da nach einem Lande Cassan, reich an Weizen ;Gerste, Bohnen und andern Lebensmitteln, aber hauptsächlichan Kastanien und Rhabarber, welche in dieser Provinz wächst(das ist offenbare Erfindung; in den alpinen Gebirgen, wo dieRhabarber wächst’, können unmöglich Kastanien und GetreidebauVorkommen).