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Vierter Band.
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Buch XIII. Kap. 2. §. 16.

Des Ritters unverkennbarer Zweck war, seinen eignen Enthu-siasmus für das heilige Land und dessen Wiedereroberung allenSchichten der Bevölkerung aller christlichen Länder mitzutheilen.Daher die Abfassung des Werkes in dreierlei Sprachen, daher dievielen Beziehungen anf biblische und kirchliche Ueberlieferungen;daher die poetische Färbung der Sprache und die dem Geschmackseiner Zeit entsprechende reiche Verzierung mit Wundersagen,deren mehrere wir längst aus ältern Schriftstellern, einige auch austausend und einer Nacht kennen. So erklärt sich auch die oftwörtliche Uebereinstimmung mit Odoricus de Porto Naonis. ZumTheil hat er seinen Zweck erreicht, fast kein andres Buch ward imMittelalter und drüber hinaus so begierig gelesen, so oft verviel-fältigt, fast keins ist in dem Grade zum Volksbuch geworden wiedieses. Aber einen neuen Kreuzzug vermochte es nicht hervor-zurufen, und den grösseren Theil seines wissenschaftlichen Werthsbüsste es ein in dem wunderlichen Gewände. Zur Bestätio-uno-

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dieses Urtheils hier nur die Ueberschriften einiger Kapitel. Cap. 4.Von der durch ein Weib in einen Drachen verwandelten Tochterdes Hippokrates. — Cap. 6. Wie Rosen zuerst in die Welt kamen. —Cap. 10. Von der Provinz Galiläa, und wo der Antichrist soll ge-boren sein. — Cap. 14. Von dem Lande, wo die Weiber fechtenohne Gemeinschaft mit Männern; und von der Ivenntniss und denEigenschaften des wahren Diamants. — Cap. 15. Von der Quelle,die jede Stunde des Tags ihren Geruch ändert. — Cap. 19. Vonverschieden gestaltetem und wunderbar missgestaltetem Volke. —Cap. 28. Vom Teufelskopf und dem Thale der Gefahr. — Cap. 30.Von den Goldhügeln, welche die Ameisen bewachen, und den vierFlüssen, die aus dem irdischen Paradiese kommen. —

Ich verkenne den Werth mancher naturgeschichtlicher, auchbotanischer Bemerkungen des fahrenden Ritters nicht. Von ägyp-tischen Pflanzen unterandern sagt er cap. 5 manches völlig natur-gemäss. Aber vieles der Art nahm er wörtlich aus des OdoricusReise, wie die Nachricht von der Manna, vom Pfeffer, von demMehl- Honig- und Giftbaum, so auch die Fabel von dem Melonen-(bei Odoricus Kürbis-) Baum, aus dessen Früchten wollige Tlnere