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Vierter Band.
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Buch XIII. Kap. 3. §. 19.

Gestorben ist er auf der Grenze der beiden Jahre 1320 und1321. Denn sein noch bei voller Gesundheit des, Geistes undLeibes gemachtes Testament, welches sich erhalten hat, datirt vomJuni 1320; und ein andres Document, worin seine Söhne bereitsals seine Erben bezeichnet werden, vom Februar 1321.

§. 19.

Petrus de Crescentiis .

Sein Werk und dessen botanischer Gehalt.

Ein Werk, das so lange nach seiner Entstehung noch so vielneue Auflagen nötliig machte, muss ein bedeutendes sein. Seitder Mitte des sechzehnten Jahrhunderts erschien zwar nur nochdie italiänische Uebersetzung in neuen Auflagen, und diese bietetzugleich ein sprachliches Interesse dar. Doch das allein erklärtdie Erscheinung nicht, sie setzt einen reichen Gehalt voraus, undein tieferes Eingehen rechtfertigt unsre Voraussetzung.

Schon die Wahl des Gegenstandes war eine glückliche. SeitPalladius hatte in lateinischer Sprache niemand über Landwirth-schaft geschrieben, aus der griechischen Sammlung der Geoponikabesass man nur die Uebersetzung eines Bruchstücks von derWeinlese von einem gewissen Bur<nindius, auf den ich zurück-kommen werde; die altern und bessern Werke Varro's und Colu-mella’s passten nicht mehr zu den Verhältnissen der Zeit, undWenige kannten sie. Ein neues Werk der Art war Bedürfniss,und Pietro de Crescenzi befriedigte dasselbe so, dass er wiederJahrhunderte lang ohne Nebenbuhler blieb. Er compilirte, wiealle Schriftsteller seiner Zeit, aber er wählte seine Quellen, wieein Verzeichniss der von ihm in den acht ersten Büchern seinesWerks citirten Schriftsteller weiterhin zeigen wird. Das sinnloseZurückgelien eines Vincentius Bellovacensis und Anderer auf dieBibel und die Kirchenväter bei Gegenständen, worüber die Ver-fasser jener Schriften Belehrung zu ertheilen niemals beabsichtigten,vermeidet Pietro, und sucht Belehrung über den Landbau nur beiLandwirthen, über Botanik bei Botanikern, über Medicinisches bei