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Buch XIII. Kap. 4. §. 22.
der zwei Tractatus de practica geschrieben haben soll, verwech-selte er mit dem altern Cassius, den schon Celsus als den gröss-ten Arzt seiner Zeit rühmt. Auch Matthäus Sylvaticus benutztedenselben häufig. Der Passionarius des Garipontus, sagt Simon,habe ihm wenig genützt, weil er zusammengesetzt sei aus demSchreiben des Galenos an Glaukon und aus den Schriften desPaulus (Aeginetes), Alexander (Trallianus) und Theodorus (Pris-cianus). Pleissig benutzte er dagegen ein Werk, welches erButanicus de simplicibus me dicinis nennt, und noch häu-figer ein andres altes Buch ohne Titel de simplici medicina,in hoc re copiosus, die ich beide nicht zu enträthseln weiss. Voll-ständig ist sein Quellenverzeichniss jedoch bei weitem nicht; esfehlen darin die Kyraniden, die er in den Artikeln Camecillum,Crisantemon, Glicida, Onotrisis, Polyzonos, Vitis alba und Zmilaxbenutzte; ferner Pli niu s min or, der im Artikel Zizifa, sein FreundCampanus, der im Artikel Emina citirt wird, und viele Andere.
§. 22 .
Matthäus Sylvaticus.
Noch weniger wissen wir von dem Verfasser des zweiten Wör-terbuchs der Medicin . Es führt den Titel Pandectae medi-cinae, und sein Verfasser wird von altern Schriftstellern, wie z. B.von Leonicenus von Brasavola und deren Zeitgenossen, gewöhnlichnicht bei Namen, sondern kurzweg der Pandectarius genannt.Handschriften seines Werks mit seinem Namen mögen existiren, be-schrieben finde ich sie nicht. Der Herausgeber der ältesten gedrucktenAusgabe, aus der die meisten spätem hervorgegangen zu sein schei-nen, Matheus M o re tu s spricht sogar in seinem Dedicationsschrei-ben die verfänglichen Worte aus: „Hujus autoris nomen licet sit am-biguum, ipsum tarnen a fide dignis Matheum silvaticum nuncu-patum fuisse accepi.“ Das einzige schon vonFabricius *) nachgewiese-ne glaubhafte Zeugniss seines Namens und zugleich Vaterlandes giebt
1 ) Fabricii biblioth. lathui med. et infim, aetatia, sub voce ftfatthaeus Syl-vaticu •.