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Vierter Band.
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Buch XIII Kap. 4. §. 21.

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Werth Ich begnüge mich daher, die Aufmerksamkeit auf ein inneuerer Zeit zu sehr vernachlässigtes Buch zu lenken, und bin desDankes derer, die davon Gebrauch machen werden, gewiss.

Beachtungswerth ist auch in Simons Vorrede das Verzeichnissder benutzten Quellen. So unterscheidet er, und nach ihm auchMat-thäus Sylvaticus, zwei lateinische Uebersetzungen desDioskorides, die eine, wie das Original, in Bücher getheilt,aber schon damals aus sechs anstatt aus fünf Büchern bestehend;die andre alphabetisch geordnet, wie auch die ältesten noch vor-handenen Codices des Dioskorides sind, aber aus weit wenigemKapiteln bestehend als die andre Ausgabe. So benutzen beide,Simon und Matthäus, das von Galenos und Oribastos gepriesene,jetzt verlorene Werk des Demosthenes von den Augen,wie schon Rein es ins ') vom Matthäus Sylvaticus rühmend auführt,ohne dabei des Simon Januensis zu gedenken, indem er eine jenerAusgaben benutzte, in denen man die Werke beider zusammen-geknetet hat. Ein unvollständiges aus dem Griechischenübersetztes Werk, welches genau mit dem AVerke des Rasisad Alman sorem übereinstimmen soll, führt unsern Simon zu derMeinung', Arräzi habe jenes Werk nicht selbst verfasst, sondernnur ins Arabische übersetzt. Ueber den Kanon des Ibn Sina sagt er, mit einer für seine Zeit seltenen Freimüthigkeit, nichtallein die Uebersetzung enthalte viel Falsches, sondern über vieleeinfache Heilmittel befinde sich der Verfasser selbst im Irrthum,andere kenne er gar nicht; viele seiner Irrthümer habe Serapionberichtigt. Eine solche Sprache war zu jener Zeit unerhört. Ebenso freimüthig spricht er sich über Constantinus Africanus aus: „Si aliqua ex libris Isaac seu ex aliis a Con stantino trans-latis collegi, ea perpauca sunt; nam ejus translatio satis mihi estsuspecta.“ Auch den damals seltenen Cornelius Celsus benutzteer, doch offenbar besass er nur ein Bruchstück seines Werks, dadasselbe nicht aus acht Büchern, sondern nur aus dreizehn Partikelnbestehen soll. Einen jetzt gänzlich unbekannten Cassius Felix ,

1 ) Reine s ii var. lection, pag. 9,