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Buch XIII. Ivap. 5. §. 23.
beide "Werke sind so selten, dass manche Literatoren, die darübersprachen, nur Eins oder keins von beiden vor Augen hatten. Langekonnte indess der Irrthmn nicht bestehen, dazu sind beide anUmfang und Inhalt zu verschieden. Allein ein anderer Irrthumhatte sich eingeschlichen, und schlug, als auch er weichen musste,in einen dritten um, der sich dein ersten wieder näherte.
Gleich vorn in der Vorrede werden zwei ältere Aerzte, Ar-n a 1 d u s de V i 11 a n o v a und Avicenna redend eingefiihrt. Dasveranlasste den vicentiner Drucker, seiner Ausgabe einen Holz-schnitt voranzustellen, zwei sitzende Männer einander gresrenüberdarstellend, mit der Unterschrift links Arnoldi de Nova Villa,rechts Avicenna . In den folgenden venetianischen Ausgabenliess man den Holzschnitt wieder weg, behielt aber die Unterschriftbei, die nun keinen andern Sinn gab, als dass Arnoldus der Ver-fasser, Avicenna des Buches Titel sei. Und so fassten Einige dasVerhältniss wirklich auf, ungeachtet des Widerspruchs, dass der-selbe Arnoldus oder Arnaldus schon in der Vorrede als ein weitälterer Arzt figurirt. Selbst Hain liess sich dadurch täuschen, undbeschrieb die Ausgabe des Herbolarium, Venetiis 1499, in seinemRepertorium unter nr. 1807 als Arnoldus de Villa Nova devirtutibus herbarum sive Avicenna .
Diesem zweiten so handgreiflichen Irrthum widersprach Kon-rad Gesner in seiner Vorrede zur lateinischen Uebersetzung desTragus Argentorati 1552 in 4., verfiel dabei aber in den dritten,der noch heute nicht ganz überwunden ist. Er sagt, freilich un-bestimmt und vorsichtig genug: „Jacobi de Don dis, quemvulgo Aggregatorem vocant, librum de viribus simplicium (er meintden Herbarius) alicubi aut vi di aut cita tum legi; etforsanis est, qui Arnoldo de Villanova attribuitur. Nam Arnoldinon esse certum est, et A ggrega t o r quoque inscribitur, sicutmagnum volumen hujus Jacobi“ (da meint er den Aggregator Pa-duanus). Aber so vorsichtig verfuhren seine Nachfolger nicht:ohne sich nach bessern Beweisen umzusehen, erhoben sie Gesnersvage Vermuthung zur Thatsaehe, und von Buch zu Buch gehtdie kecke Behauptung, Jacobus de Don dis sei auch der Ver-