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Vierter Band.
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Huch XIII. Kap. 5. §. 24.

derselben mit Mühe erkennen lassen. So wie das Werk gedrucktvor uns liegt, kann ich daher im Vergleich mit den Pandektendes Matthäus Sylvaticus noch keinen Fortschritt der "Wissenschaftdarin erkennen. Vermuthlich war jedoch die Handschrift bereitsmit Handzeichnungen der vorkommenden Pflanzen, vielleicht bes-sern als die noch rohe Kunst des Holzschnitts wiedergeben konnte,ausgestattet; und jedenfalls war der Versuch die Heilmittellehrepopulär zu machen, auf welcher Bahn man bald für die Botanikhöchst bedeutende Fortschritte machte, für jene Zeit neu.

Zum Schluss noch ein Wort über des Werkes sicherste Be-zeichnung. Den Titel Herbarius, den ihm erst der mainzerBuchdrucker gab, sollte man als zu vieldeutig entweder ganz ver-meiden, oder wenigstens, wie Trew thut, nie ohne den ZusatzLat in us gebrauchen, weil es noch einen Herbarius in deut-scher Sprache giebt, keine Uebersetzung des lateinischen, son-dern ein ganz anderes "Werk. Choulant möchte unser "Werk zumUnterschiede vom Aggregator Paduanus des Dondi, weil eszuerst in Mainz gedruckt ward, den Aggreg at or Al ogu n ti n u snennen. Doch das scheint mir zu willkürlich, und da es auchandre Ausgaben giebt, die man zuweilen zu unterscheiden hat,unbequem. Mir scheint des Werkes eigener Titel hinreichend,zumal mit dem Zusatz Anonymi aggregator practicus. Denwird niemand mit Jacobi de Don dis aggregator Paduanusverwechseln.

§. 24.

Le grant Herbier en francoys.

Dürfen wir ein mit dem vorigen vielleicht ungefähr gleich-zeitiges, aber beträchtlich grösseres medicinisch-botanisches V erkdarum, weil es gegen die Gelehrtensitte jener Zeit in der Volks-sprache geschrieben ist, zu den Volksbüchern rechnen, so ge-hört hierher auch das unter folgendem Titel oft gedruckte, dochnoch wenig gekannte, und zumal in Deutschland seltene Werk: