Band 
Vierter Band.
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Buch XIII. Kap. F>. §. 25.

besitzen wir bekanntlich schon in einer Handschrift des Dioscori-des aus dem fünften Jahrhundert; schon Ivrateuas hatte sogar zudemselben Mittel gegriffen: umsonst, die Wissenschaft empfandkeine Folgen davon. Damit ihr die Abbildungen zu statten kämen,mussten die Mittel sie getreu zu vervielfältigen, die Künste desHolzschnitts, des Kupferstichs, des Steindrucks u. s. w. erst erfun-den und ausgebildet werden. Aber zur Ausbreitung der Wis-senschaft mussten Bücher solcher Art beitragen, und dadurch zurErweckung von Talenten für ihren Dienst, die ihr sonst vielleichtwären verloren gegangen.

§• ^ 5 .

Ortus sanitatis und der Gart der Gesundheit.

Fruchtbarer als andere Länder an medicinisch - botanischenVolksbüchern, selbst wenn ihm der Aggregator practicus desimplicibus nicht angehören sollte, war Deutschland am Ausgangedes Mittelalters. Ich spreche zunächst vom Ortus (alte Schreib-art für llortus) sanitatis, einem lateinischen Werke, unddessen UeberSetzung ins Deutsche unter dem Titel Gartder Gesundheit. Wegen der zahlreichen, zum Theil zu denältesten Denkmälern der Buchdruckerkunst gehörenden Ausgabendes Werks verweise ich meine Leser auf die beiden reichhaltigenArtikel in Trew’s librorum botanicorum catalogus secundus, artic.III und IV, und auf Fritz el’s thesaurus literaturae botanicaepag. 349. Ich besitze davon nur zwei lateinische und, abgesehenvon den spätem Ueberarbeitungen, zwei deutsche Ausgaben, unddie hiesigen öffentlichen Bibliotheken lassen mich bei diesem Werkganz im Stich Aber Choulant verheisst uns am Schluss seinerschon öfters citirten Gelegenheitsschrift ein den ältesten natur-historischen und medicinischen Abbildungen beson-ders gewidmetes Werk,“ und darin auch „umfangreichehistorische und bibliographische Forschungen“ überden Ortus sanitatis, die gewiss jeder Freund der Geschichteunsrer Wissenschaft begierig erwarten wird. Was ich zur Ver-vollständigung und Berichtigung der Kenntniss dieses vielbe^pro-