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Vierter Band.
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Buch XIV. Kap. 1. §. 29.

seiner Genossen eine ausserordentliche Gesandtschaft an den KaiserFriedrich III. Dieser, den sie zu Brügge trafen, nahm beide sehrgnädig auf, und ertheilte ihnen den Ritterschlag. Nach ihrer Rück-kehr wurden dem Ermolao sehr bald neue öffentliche Geschäfteund Ehrenstellen übertragen, die er nur aus Rücksicht auf seineFamilie übernahm, indem ihm selbst seine Studien über alles gingen.Zu Anfang des Jahrs 1488 ward er als Gesandter an den Herzogvon Mailand geschickt, ein Posten, den vor ihm sein Vater und Gross-vater bekleidet haften; und schon im folgenden Jahre ward erzum ordentlichen Gesandten am päbstlichen Stuhl zu Rom ernannt.Hier gewann er die Zuneigung des Pabstes Innocentius VIII.bald in solchem Maass, dass ihn derselbe, wenn auch gewiss nichtohne hierarchische Nebenabsicht, sobald er den Tod des Patriarchenvon Aquileja im Jahr 1491 erfuhr, zu dessen Nachfolger ernannte.Dem Herkommen gemäss hatte der hohe Rath der Republik Vene-dig dem Pabst einen Candidaten zu jenem hohen Kirchenamt vor-zuschlagen, der Pabst ihn nur, wenn kein Bedenken obwaltete,zu bestätigen. Zudem existirte ein Gesetz, dass kein Beamter derRepublik ohne Genehmigung des hohen Raths von einer fremdenMacht ein Ehrenamt annehmen dürfe. Ueber jene Form setztesich Innocentius diesmal hinweg, und auf sein dringendes Zuredenbeging Hennolaus die Unvorsichtigkeit, die ihm angebotene Ehren-stelle ohne Rückfrage anzunehmen Die unvermeidlichen Folgendavon waren seine Verbannung und die Einziehung seines Ver-mögens. Aber der hohe Rath ging weiter: er erwählte nicht alleineinen andern Patriarchen von Aquileja , der sein Amt natürlichnicht antreten konnte, weil ihn der Pabst nicht bestätigte, sonderner drohete sogar, wenn Hennolaus nicht sofort wieder abdanke,auch seinen Vater aller Aemter zu entsetzen und auch dessenVermögen einzuziehen. Hennolaus war dazu bereit, allein derPabst nahm seine Abdankung nicht an. Aus Gram über das alles,wie man sagt, starb sein Vater Zaccaria zu Ende des Jahrs 1492.Er selbst ertrug sein Missgeschick mit festem Muth, und fandhinreichenden Trost in seiner Wissenschaft; das geht fast ausjedem seiner im Exil, das heisst zu Rom , wo er von da an blieb,