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Vierter Band.
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Buch XIV. Kap. 1. §. 32.

mille et quailringentos sophistes unus in hoc tanderu vesaniae genusprorupit, ut“ — doch wozu noch mehr von dieser langen catilina -rischen Rede, gerichtet gegen einen Greis, dessen Verbrechen darinbestand, seine Meinung über einige Stellen des Plinius freimüthig,aber anspruchslos geäussert zu haben!

Dass eine so widerwärtige Form auf den wissenschaftlichenWerth des eigentlichen Inhalts nicht ohne Einfluss bleiben konnte,versteht sich von selbst. Ein grosser Theil der Beweisführungbesteht in sophistischer Spiegelfechterei, Wortverdrehung u. dgl.Aber auch abgesehen davon, finde ich nur einen kärglichen Gehalt.Gern gebe ich zu, dass Collenuccio in einigen Punkten richtigerurtheilt als Leonicenus, doch sind deren wenige, und die eigent-liche Grundlage des ganzen Angriffs wird jetzt niemand mehrgelten lassen. Wer unter uns den Plinius noch so sehr verehrt,wird doch zugeben, dass Dioskorides pflanzenkundiger war. Sourtheilte auch Leonicenus, und prüfte den Plinius vornehmlichdurch Vergleichung mit dem Dioskorides. Collenuccio geht ohneGrund, nur weil es ihm so beliebt, von der entgegengesetztenMeinung aus, Pliniu3 sei ein weit grösserer Pflanzenkenner alsDioskorides. Ja er entblödet sich nicht dem Leonicenus eineStelle des heiligen Augustinus vorzuhalten, worin derselbe vor einerleichtfertigen Exegese der Bibel warnt, und dieselbe Ehrfurcht vorden Büchern des Plinius zu verlangen. — Dürften wir den Ver-sicherungen unsres Redners glauben, so müssten wir ihn für eineneifrigen Naturbeobachter halten. In dem Kapitel de Aera et Lolio(pag. 111 bei Brunfels) sagt er: „Qui de herbis dicturus est, eumego non tarn librorum quam telluris, non tarn literarum quamagrorum studiosum esse oportere censeo; nec satis esse ad herba-riam perdiscendam tradendamque herbarios scriptores legere, plan-tarum videre picturas, graeca vocabularia inspicere, magistri uniusverbis addictum esse, sed rusticos montanosque homines interrogareoportet, herbas ipsas inspicere, vestigare differentias et, si fieripotest, periculum facere, experiri, rimari, quid unaquaeque in morbispossit etc.“ Das sind treffliche Regeln, aber ich vermisse dieSpuren ihres Einflusses beim Redner selbst. In der That spricht