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Vierter Band.
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Buch XIV. K8p. 1. §. 33.

auch er einige mal von seinen eigenen Beobachtungen, doch gewissnicht öfter, und nicht so zuverlässig wie Leonicenus. Und so istdenn auch der Kern nicht der Art, dass er uns die widerwärtigeSchale könnte vergessen machen Leonicenus würdigte ihn keinerAntwort; aber Ponticus Virunius 1 ) übernahm dessen Ver-theidigung in einer unter folgendem Titel, ich weiss nicht wo nochwann, gedruckten Schrift: Invectiva contra Pandulfum Collenucciumin defensionem Nicolai Leoniceni. Ich kenne sie nicht, und ent-nehme den Titel aus Jöcher’s Gelehrtenlexicon. Die meistenSchriften des Ponticus sollen überaus selten sein.

§. 33.

Joannes Manardus.

Einen würdigem Kritiker fand Marcellus Vergilius an JoannesManardus, dessen Leben, wie Tiraboschi 2 ) sagt, dem ich diefolgenden kurzen Notizen entnehme, Giov. Andr. Barotti inseinen Memorie historiche dei letterati Fei’raresi, Ferrara 1777 fol.,gründlich beschrieben haben soll Zu Ferrara 1462 geboren unddort auch gebildet, bekleidete er daselbst von 1482 bis 1493 dieProfessur der Medicin, und ging darauf als Hofmeister (maestro)und Leibarzt des Prinzen Giov. Franc. Pico nach Mirandola ,kehrte jedoch 1502 von da nach Ferrara zurück. Berühmter nochals praktischer Arzt denn als Gelehrter, empfing er 1513 einenKuf als Leibarzt vom Könige Ladislaus von Ungarn. Er folgtedemselben, verweilte in Ungarn noch zwei Jahr nach des Königs1516 erfolgtem Tode, und kehrte darauf abermals nach Ferrara zurück, wo er sein Leben 1536 beschloss.

Mehr Praktiker als Schriftsteller hinterliess er uns nur zwan-zig Bücher medicinischer Briefe und ein lieft Anmerkungen zuden einfachen und zusammengesetzten Arzneimitteln des Mesue.Beide Werke sind öfters bald einzeln bald mit einander gedruckt,

1) Tiraboschi tom, F7, part. 7, pag, 417 , vergl. tom. VI, pari. II, pag.279 sgq.

2) Ibidem tom, F77, part, 77, pag. 54.