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Vierter Band.
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Buch XIV. Kap. 8. §. 39.

Beschreibungen bei altern Bibliographen, hervorzugehen scheint,dass die Bilder aller Ausgaben zwar nicht von denselben Formenabgedruckt wurden, dass man jedoch dieselben Muster in allenwiederholte. Von der Ausgabe von 1482, die ich aus der göttin-ger Bibliothek kenne, kann ich das im Allgemeinen bestätigen,wiewold ich beide Ausgaben leider nicht neben einander vor mirhatte. Auf den Kunstwerth der Bilder der ersten Ausgabe von1475 lassen daher die spätem nicht schliessen; nur so viel gehtaus ihnen hervor, dass der Künstler nur des Buches Verzierungbeabsichtigte, dass er jedoch ihm bekannte Naturgegenstände, wiePferd, Hase, Ranunkel, Veilchen u. s. w., gleichsam unwillkürlichder Natur nachzubilden versuchte.

Welches das zweite gedruckte Buch ähnlicher Artsei, ist noch nicht völlig entschieden. Choulant, Treviranus, Haller,Trew und Andre nennen als solches den Herbarius Mogunti-nus oder den anonymen Aggregator practicus de simpli-cibus von 1484, von dem ich §. 23 gesprochen habe. Tornabenedagegen sucht zu beweisen, dass die zu Rom bei Gio-Filippode Lignamine ohne Jahrszahl erschienene, und auch mit Pflan-zenabbildungen in Holzschnitt versehene Ausgabe des sogenanntenApulejus Platonicus ins Jahr 1480 falle, also vier Jahr ältersei als der Aggregator practicus', und Moretti ergreift, ohne Prü-fung der Gründe, und ohne das Buch selbst gesehen zu haben,Tornebene’s Meinung zum Ruhm seiner Landsleute aufs Eifrigste.Das Buch der Natur, meint er nicht ganz ohne Grund, sei nochgar nicht mit zu rechnen, der römische Apulejus also das erstegedruckte Buch mit wahrhaft naturgeschichtlichenPfanzenabbildungen; doch dafür bleibt er uns den Beweisschuldig. Woher weiss er denn, dass dessen Abbildungen bessersind als die des Ortus sanitatis? Ja sogar den Aggregator practicushält er nicht allein für ein erwiesen ächtes Werk des ItaliänersDon di, dessen Autographon wahrscheinlich die ältesten Iland-zeichnungen der Art enthalten habe; sondern, wie es scheint, neigter sich sogar zu der freilich nicht klar ausgesprochenen Annahme,der mainzer Drucker hätte eine jetzt gänzlich unbekannte italiänische