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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 1. §. 43.

händler Mathias Bayer in "Wien 1732 die Handschrift aller dreiTheile um 300 Gulden feil. Wohin sie von da gekommen, weissich nicht. Aber die Hauptsache, die zu der Handschrift gehörigenin Holz geschnittenen Formen wurden zerstreut. Ein Tlieil der-selben blieb in Tübingen , und wird dort wahrscheinlich noch jetztaufbewahrt; ein anderer Theil befand sich nach Haller in derSammlung seines Freundes Johannes Gesner in Zürich . Ichweiss nicht, ob Fuchs zu dem neuen Werke seine grossen oderseine kleinen Formen benutzen wollte. Von letztem kaufte derBuchhändler Vanderloe zu Antwerpen einen grossen Theil, undstattete die Werke des Dodonäus damit aus.

Besondre Auszeichnung verdienen bei diesem wie bei des Brun-fels Werk die Künstler, die daran arbeiteten. Wir sehen ihreBrustbilder mit ihren Namen auf dem letzten Blatt der lateinischenAusgabe, die Maler Heinrich Füllmaurer und Albert Meyerund den Formsclineider Veit Rudolf Speckle. Aber auchFuchs ist zu loben wegen seiner zweckmässigen Leitung ihrerArbeiten.Quod ad picturas attinet, sagt er in seiner Epistolanuncupatoria, quae certe singulae ad vivarum stirpium lineamentaet effigies expressae sunt, unice curavimus, ut essent absolutissimae;atque adeo ut quaevis stirps suis pingeretur radicibus caulibusfoliis floribus seminibus ac fructibus, summarn adhibuimus diligen-tiam. De industria vero et data opera cavimus, ne umbris aliisqueminus necessariis, quibus interdum artis gloriam affectant pictores,nativa herbarum forma obliteraretur; neque passi sumus, ut siclibidini suae indulgerent artifices, ut minus subinde veritati picturaresponderet. Pictorum miram industriam praeclare imitatus estVitus Rodolphus Specklin sculptor Argentoracensis longeoptimus, qui uniuscujusque picturae sculpendo lineamenta tarnaffabre expressit, ut cum pictore de gloria et victoria certassevideatur. Und so ist es! In scharfen Umrissen sehen wir etwasüber 500 Pflanzenbilder, bei weitem die meisten nach musterhaftenExemplaren in solcher Stellung dargestellt, dass weder die Deut-lichkeit und Naturtreue, die der Botaniker verlangt, der künstleri-schen Auffassung, noch diese jener den mindesten Abbruch thut.