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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 1. §. 45.

kommen, desto vollständiger halte ich mich sie meinen Lesernvorzuführen und genau nachzuweisen verpflichtet. Ivonrad Ges-ners Leben liegt so klar vor uns, ist so oft und gut beschrie-ben, dass ich mich darüber kurz fassen darf, um desto länger beiseinen Leistungen zu verweilen. Ueber die erste Hälfte seinesLebens besitzen wir ein Curriculum vitac von seiner eignen Hand,im Artikel Conradus Gesner seiner alphabetisch geordnetenBibliotheca universalis; für die spätem Lebensjahre sindseine Briefe, die in mehrern Sammlungen nach seinem Tode er-schienen, die Hauptquelle. Einen Biographen fand er auch baldnach seinem Ende an seinem langjährigen Freunde und CollegenJosias Simler . Aber am sorgfältigsten, mit genauer Angabeund Kritik der Quellen fast jeder besondern Nachricht, schriebSchmiedel sein Leben, im ersten Theil seiner Ausgabe derO pera botanica Conradi Gesneri, Norimbergae 1751 infol. max. Auch ein ausführliches Verzeichniss seiner zahlreichenSchriften verschiedensten Inhalts hinterliess uns Gesner selbst, ab-gedruckt in Simleri Vita Gesneri, und wiederholt und mit Nach-trägen versehen im Artikel Conradus Gesner der Bibliothecainstituta et collecta primum a Conrado Gesnero. Deinde in Epi-tomen redacta et novorum librorum accessione locupletata etc.per Josiam Simler um. Tiguri 1574, in fol.

Im Jahr 1516 zu Zürich geboren, war Ivonrad der Sohn einesarmen Kürschners und ein Bruder vieler Geschwister. Gleichwohlerhielt er durch Hülfe seines Oheims, des reformirten PredigersJohannes Friccius, eine gute Schulbildung und den erstenImpuls zu seiner Vorliebe für die Botanik. Als aber sein Vater1531 in demselben Treffen der reformirten Züricher gegen diekatholischen Kantone der Schweiz , worin der Reformator Zwinglyblieb, gefallen, sein Oheim schon früher gestorben, er selbst kaumerst von einer schweren Krankheit genesen war, sah er sich ge-nöthigt Schule und Heimath für einige Zeit aufzugeben und sichauswärts durch übernommene Dienste seines Lebens Unterhalt zuerwerben. Doch denke man dabei nicht, wie zuweilen geschehen,an knechtischen Dienst; denn „nicht ohne gute Früchte in den

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