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B u c li XV. K a p. 1. $. 45.
unsres Kreises, doch sei mir erlaubt sie wenigstens klassenweisdurchzugehen, und bei den wichtigsten einen Augenblick zu ver-weilen. Sie geben das beste Zeugniss vom Umfange seines Wissensund dem Scharfblick, womit er der Wissenschaft neue Bahneneröff’nete.
Viele seiner Schriften sind grammatischen Inhalts und längstveraltet. Zu ihnen gehört aber auch sein Mithridates, seu dedifferentiis linguarum, Tiguri 1555, in 8., der erste Versuch einm-aligem einen S p rach künde. Das Vater unser ist darin in 22Sprachen abgedruckt, und selbst die Sprache der Zigeuner nichtvernachlässigt. Eine lange Leihe von Ausgaben griechischer undrömischer Schriftsteller und Uebersetzungen jener ins Lateinischeschliesst sich den vorgenannten Arbeiten an. Zu mehrern Ausgabenbenutzte Gcsner früher unbekannte Handschriften.
Besondre Auszeichnung verdienen seine bibliographischenWerke. Begeistert ruft der sonst so nüchterne Ebert aus, wenner in seinem bibliographischen Lexikon an diese Werke kommt:„O Bi b li o grap ho ru m quiequid est, assurgite huic tarncolendo noniini! .... Xoch heute ist seine Arbeit eine reiche,bei weitem nicht erschöpfte und sehr oft sicherere Quelle, als dieWerke späterer Bibliographen u. s. w.“ Und da Yaturgeschichte,zumal Botanik, Gesncrs Hauptfach war, so versteht sich von selbst,wie wichtig sic (es sind ihrer mehrere) für die Geschichte gradedieses Fachs sein müssen. Das vollständige Verzeichniss dieserWerke und ihrer Abkürzungen, Erweiterungen und Fortsetzungendurch Andre, doch zum Theil noch aus Gesncrs Nachlass, seheman bei Ebert. Für uns das wichtigste ist die schon öfter von
O
mir citirte
Bibliotheca Universalis, sive eatalogus etc.: authore Con-rado Gesnero Tigurino doctore mcdico. Tiguri 1545.Ein starker Foliant.
Ein 1548 unter dem Titel Pandcctac besonders erschienenerzweiter Theil, mit seiner Fortsetzung von 15451, worin Gesncr dieim ersten Theil alphabetisch geordneten ,Schriftsteller nach denWissenschaften zusaimnengestellt hat, kommt uns leider nicht zu