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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 1. §. 45.

Arbeiten lassen sich füglich in solche eintheilen, auf welche jenesDistichon nur in so fern passt, als er stets, auch in der frühemZeit, als er noch des Geldes wegen zu schreiben genöthigt war,rein wissenschaftliche Interessen verfolgte; und in solche, für diees noch eine ganz andre Bedeutung gewinnt. Denn unablässigwar er bemüht die Werke Anderer zu Gunsten Anderer heraus-zugeben. Er vollendete sie, wenn sie noch unfertig waren, oderversah sie mit Anmerkungen, mit inhaltreichen Vorreden, oderstutzte sie auf andre Weise zu, um sie in einer des Verfasserswürdigen Gestalt an’s Licht treten zu lassen, und stellte seineeignen Unternehmungen dagegen zurück. So behandelte er, wiewir bereits sahen, den schriftstellerischen Nachlass des ValeriusCordus , der seinen Nachruhm ihm allein verdankt; so vollendeteund verbesserte er seines Freundes Moibanus kaum halbfertigeRecension der Euporista des Dioskorides 1 ), dedicirte das Werkdem Magistrat der Stadt Augsburg , der Moibanus gedient hatte,mit einer dringenden Empfehlung der in Dürftigkeit hinterlassenenWaisen des Verfassers, und Hess ihnen das Honorar auszahlen,was er für das Bucli empfing; so schrieb er, dem ihm befreunde-ten Buchhändler Wendelin Rihelius zu gefallen, eine nochimmer werthvolle Vorrede zu dessen lateinischer Ausgabe desTragus, „in qua enumerantur, qui de plantis quovismodo in hunc usque diem aliquid literisprodiderunt;und so noch manches andre.

Von Gesners eignen Werken liegen die meisten ausserhalb

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1) Ich gebe hier einen kleinen Nachtrag zu I'and II, Seite 110 meinesWerks. Dort wagte ich die Aechtheit der Euporista gegen Sprengelin Schutz zu nehmen. Jetzt ersehe ich aus Gesners Vorrede zu den Eupo-risten und dem ihr vorangehenden Schreiben Gassers, dass sowohl Moibanuswie Gesner selbst das Werk anfangs auch fiir unäclit hielten, sich jedochspäter von seiner Aechtheit überzeugten. Beide begründen ihr Urtheil durchspecielle Nachweisungen, welche Saracenus, indem er dieselbe Meinungaussprach, nur summarisch wiederholte, und welche Sprengel, der dieEuporista für untergeschoben erklärt, ganz ignorirt. Seine Ein würfe sindmeist dieselben, welche Gesner früher machte, später aber wegen der über-wiegenden Gegengründe wieder verwarf.