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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 1. §. 45.

und grossem Ivostenaufwande hatte er lange Jahre dazu gesammelt;als er die Redaction beginnen wollte, übereilte ihn der frühe Tod.Gleich seinem Nebenbuhler Fuchs hatte er dazu über 1500 Pflan-zenabbildungen zusammengebracht. Einen grossen Theil derselbenhatte er selbst meisterhaft gezeichnet, andre von Andern theils nachder Natur zeichnen, theils aus frühem Werken, besonders BocksKräuterbuch, copiren lassen. Viele derselben waren bereits aufIlolz Umrissen, viele sogar schon geschnitten. Diesen ganzenSchatz nebst allen dazu gehörigen Handschriften, und sogar Büchern,die bei der Herausgabe benutzt werden sollten, vermachte er unterder Bedingung der Bekanntmachung seinem Freunde CasparWolf . Dieser machte auch sofort Anstalt sein Versprechen zuerfüllen, allein die Aufgabe überstieg seine Kräfte. Durch öfteresKränkeln noch mehr geschwächt, entschloss er sich endlich, alles,was er erhalten, für 175 Gulden, wovon er das meiste den Form-schneidern schon schuldig geworden war, demjüngern JoachimCamerarius zu überlassen, doch unter derselben Bedingung derBekanntmachung, unter welcher er es empfangen hatte. AberCamerarius hielt nicht Wort. Er machte zwar einen beträchtlichenTheil der gesnerschen Bilder bekannt, allein er benutzte sie zurAusstattung seiner eignen Werke, auf die ich später zurückkommenwerde, und vermischte sie mit andern von ihm selbst besorgtenBildern dergestalt, dass sich schwer errathen lässt, was ihm, wasGesner zukommt. „Endlich '), fast anderthalb hundert Jahre nachCamerarius Ableben, kam dieser vereinigte Nachlass, auf mancherleiArt beraubt oder durch Sorglosigkeit verkümmert, in den Besitzdes berühmten Trew, welcher so glücklich war in C. C. Schmie-d e 1 einen ebenso unterrichteten, als der Unternehmung treu er-gebenen Mitarbeiter zu finden, damit Gesners Abbildungen, so weitsie noch vorhanden und der Mittheilung werth und fähig waren,auf eine würdige Weise ans Licht träten. Von den mehr denn1500 Abbildungen von Pflanzen, welche Gesner für sein Werk

1) Ich schreibe (las Folgende ab aus Trevira uu s, die Amveudunj di-.Hnh.-chnitts u s. w. Seite 20. Aber der ganze, offenbar mit Vorliebe behan-delte Abschnitt ist höchst lesenswert!).