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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 1. §. 47.

sagt, mit steigender Vorzüglichkeit; dann wiederum nach sechsJahren die Ilistoria purgantium mit 220 Abbildungen. Von ihnensagt Treviranus eben so wahr:Hier finden sich ebenfalls fastlauter neue Abbildungen, die sowohl was die Zeichnung als wasden Holzschnitt betrifft, leicht die schönsten sind, welche man bisdahin hatte, selbst die von Conrad Gesner , welche Haller dochhöher stellt, nicht ausgenommen. Sie übertreffen diese, so weitsie nicht von Camerarius herrühren, in meisterhafter Darstellungdes Habitus, der wegen Kleinheit der Gesammtfigur bei Gesner oftundeutlich ist. Auch sind sie, was die Anordnung der Blätter undBliithen betrifft, einsichtsvoller behandelt, und in dieser Rücksichtz. B. Figur 330, 339, 387, 491 wahre Meisterstücke. Aber sieentbehren grösstentheils eines entschiedenen Vorzugs der gesner-schen, nämlich der Darstellung der Bliithen- und Fruchttheile innatürlicher, also gegen das Gesammtbild vermehrter Grösse. DieAbbildungen aller drei Werke gingen dann über in die Pemptaden,theils durch eigne eben so vorzügliche theils durch fremde bis auf1305 Abbildungen in der ersten, bis auf 1344 in der zweiten Aus-gabe vermehrt.

Viele der von Dodoens zuerst abgebildeten und beschriebenenPflanzen sind aus Gärten genommen, in deren Reichthum an Sel-tenheiten schon damals die Niederländer, durch ihre Handelsver-bindungen begünstigt, sich auszeichneten; aber sehr viele gehörenzur nieder ländischen Flora, die vor Dodoens noch von keinemder bessern Botaniker berührt war. Auch er versäumt nicht, wieseine Vorgänger, bei jeder Pflanze zu untersuchen, ob sie denAlten schon bekannt gewesen sei, ist dahei aber vorsichtiger wiedie meisten, und beschreibt jede Pflanze, auch die, welche nachseiner Meinung schon von den Alten beschrieben waren, ohne An-stand so, wie er sie vor sich sah, treu wie Bock, präcisc wie Fuchs,und meist ausführlicher wie irgend einer seiner Vorgänger. Jaer machte sogar den ersten rohen Versuch einer Wissenschaft-liehen Anordnung der Pflanzen, worüber man in den Vor-reden zu den dreissig einzelnen Büchern seiner Pemptaden merk-würdigen Andeutungen begegnet. Viele grössere Gattungen und