Buch XV. Kap. 1. §. 47.
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Familien, selbst manche nicht sehr ins Auge fallende Verwandt-schaften der Pflanzen erkannte er schon recht gut; allein er Hesssich von zwei oft unvereinbaren Principien zugleich leiten, von derGestalt der Pflanzen und von dem medicinischen oder ökonomi-schen Nutzen, welchen sie gewähren, und auf diesen legte er nochhohem Werth als auf jene. Daher stehen die Ilülsenfrüchte beiihm mitten zwischen den Getreidearten und den übrigen Gräsern,und der Buchweizen am Ende der Getreidearten; daher steht Cory-dalis noch immer wie bei seinen Vorgängern neben Aristolochiau. s w. Er selbst erklärt sich darüber sehr bestimmt in der Vor-rede zur ersten Pemptade: „Stirpium historiam meditanti, de ordinenon exigua accessit sollicitudo. Nam quemadmodum artes omnesac scientiae, si methodico aliquo ordine describantur, non exigumnornatus ac lucis inde referunt, sic et stirpium historiae ab hocplurimum gratiae ac decoris accedere posse haud dubium.“ Dar-auf gellt er die Anordnungen bei seinen Vorgängern durch, erklärtdie des Dioskorides, welche die Pflanzen nach der Art ihrer Wirk-samkeit gruppire, für die beste, hält sie jedoch nach so vielenneuen Entdeckungen nicht mehr für ausreichend, sondern findetmehr Abtheilungen nöthig, und fährt dann fort: „Dedimus autemoperam, ut, quae vel facultate vel parte aliqua praecipui usus similessunt, conjungerentur; tum etiam ne forma figuraque respondentes,quantum foret possibile, abinvicem divellerentur.“ Er hatte alsodas volle Bewusstsein der Aufgabe eines Systems der Pflanzen,was selbst Gesnern, der sein grosses Werk alphabetisch ordnenwollte, wenn er auch in anderer Hinsicht höher stand, noch gefehltzu haben scheint. Die alte Unterordnung der Botanik unter dieMedicin, welche aufzugeben ihm noch der Muth fehlte, Hess ihmzu wenig Raum zur Ausführung seiner Idee. Gesetzt aber, erhätte diese Schranken gesprengt, dennoch würde ihm ein Systemder Pflanzen überhaupt noch weniger wie Gesnern gelungen sein.Im engern Kreise der Gattungen und Familien mag ein angeborenerund vielfach geübter Takt den Mangel einer durchdringendenKenntniss der Organisation der Pflanzen für die naturgemässeAnordnung derselben zuweilen ersetzen; und er hat in solchen