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Vierter Band.
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Buch XV. Knp. 3. §. 53.

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Drittes Kapitel.

Die specielle Botanik in Spanien England undFrankreich zur Zeit der deutschen Väterder Pflanzenk unde.

§• 53.

Amatus Lusitanus und Andrös Laguna.

Ich fasse die genannten Länder zusammen, weil in der Periode,hei der wir stehen, noch gar wenig aus ihnen zu berichten ist,und beginne mit Spanien, wovon sich Portugal nicht trennen lässt.

Der erste, mit dem wir uns hier zu beschäftigen haben, istein portugisischer getaufter Jude aus Castell-Branco unfern Coim-bra, der anfangs unter den in der Taufe empfangenen NamenJohannes Rodericus de Castello Albo (Juan Iiodrigo deCastell-Branco); später unter dem Namen Amatus Lusitanus schrieb (sollte das nicht eine Entstellung seines ursprünglichenjüdischen Namens sein? vielleicht Jedidja, Dei amatus, oder auchDavid? Sonst begreife ich nicht, wie er zu dem Namen Amatuskam).

Um ihn nicht falsch zu beurtheilen, muss man sich der da-maligen Zustände der Juden in Spanien und Portugal erinnern.Im Jahr 1492 hatte Ferdinand der Katholische von Spanien alleJuden aus seinem Lande vertrieben, und ihnen nicht einmal ge-stattet Gold oder Silber mit sich zu nehmen; 30,000 Familiennahm Johann von Portugal auf, doch nur als Sklaven. Wer freisein wollte, musste an die Krone ein hohes Lösegeld zahlen, werdas nicht konnte, blieb Sklave. Noch grausamer verfuhr gegensie in Portugal Johanns Nachfolger, Emanuel; 1497 verordneteauch er, alle Juden sollten binnen einer kurzen Frist entwedersich taufen lassen, oder auswandern. Wer keins von beiden that,ward des gezahlten Lösegeldes ungeachtet wiederum als SklaveMeyer, Gesch. d. Botanik. IV. 25