Band 
Lehrbuch der kosmischen Physik.
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Der Firsternhimmel und seine tägliche Bewegung.

12 Skernstundcn betragen. Ist dies nicht der Fall, so ist dies ein Beweis, daß -

die Vcrticale des Fernrohrs noch einen Winkel mit dem Meridian macht. Be-trägt die Zeit von der oberen bis zur unteren Culmination weniger als 12Sternstunden, so muß die Alhidade ein wenig in der Richtung von West nachNord gedreht werden, um die Drehungsebene des Fernrohrs in den Meridian zubringen; nach der entgegengesetzten Seite aber, wenn die Zeit von der oberenbis zur unteren Culmination mehr als 12 Stcrnstundcn beträgt.

Hätte man z. B. beobachtet

die obere Culmination des Polarsterns O 58' 20",

die untere » » » 12 58 50,

so würde man aus diesen Beobachtungen schließen, daß man den Azimutalkreisum einen ganz kleinen Winkel (den man auch berechnen kann) in der Richtungvon Ost nach Nord hin drehen müsse, um die verticale Drehungscbenc des Fern-rohrs in den Meridian zu bringen.

Declination, Stundcnwinkel und Nectascension. Alle durch dieWcllare PP', Fig. 16, gelegten Ebenen schneiden die Himmclskugel in größten

12

Fig. 1«.

Kreisen, welche denNamen der Dccli-nationskreiseoder der Stun-denkreise sührcn.Durch jeden Sternkann man sich einenStundenkreis gelegtdenken und alle dieseStundcnkreise stehenrechtwinklig auf derEbene desAeguatorS.

Der BiertelskreisPEC, Fig. 17, istein Theil des demSterne E angehan-gen Stuudenkreises.Dasjenige Bogen-stück EC des Stun-denkreises, welcheszwischen dem Sterne und dem Aequator liegt, heißt die Declination oder dieAbweichung des Sternes.

Die Declination eines Sternes ist nördlich oder südlich, je nachdemderselbe auf der nördlichen oder südlichen Halbkugel des Himmels liegt.

Der Bogen PEv om Sterne bis zum Pol heißt die Poldistanz. Pol-distanz und Abweichung ergänzen sich zu 90°.

Während der täglichen Bewegung des Himmels ändert sich die Declination