Band 
Lehrbuch der kosmischen Physik.
Seite
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ßO Erstes Buch. Zweites Capitel.

gbo boa (Fig. 41). Betrachten wir aber die Dreiecke abo und abm,welche die Seite ab gemeinschaftlich haben, so ist klar, daß sich der Winkel amb(den wir mit « bezeichnen wollen) zu dem Winkel boa (der durch bezeichnetsein mag) verhält wie bo zu bm, oder daß

a : ß = b o : bm\

es ist aber bm bo . sin. born bo . sin. cp, folglich haben wir

a : ß = 1 : sin. cp,

ß = a . sin. cp .(1).

Nun aber ist ß der Winkel, um welchen sich die Schwingungsebene desPendels gegen den Meridian gedreht hat, während der Beobachtungsort von anach b gegangen ist; « aber ist der Winkel, um welchen sich unterdessen die Erdegedreht hat, also der Winkel, um welchen sich ein auf dem Pol aufgehängtes

Fig. 41.

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Pendel in derselben Zeit gegen den Meridian gedreht haben würde. Nach derobigen Gleichung bei 1) erhält man also die Größe, um welche sich die Schwin-gungsebene des Foucault'schen Pendels an irgend einem Orte in einer gege-benen Zeit drehen muß, wenn man die gleichzeitige Drehung des Polarpendelsmit dem Sinus der geographischen Breite multiplicirt.

Da sich nun die Schwingungscbene eines auf dem Pole aufgehängten