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Die Sonne und die Beziehungen der Erde zu derselben.
179, die Sonne verweilt also aus der nördlichen Halbkugel des Himmels volle7 Tage länger als auf der südlichen.
Was die Ursache dieser Ungleichheiten ist, werden wir später untersuchen.Hier haben wir es zunächst nur mit der ungleichen Dauer der Sonnentage zuthun.
Es ist klar, daß sich im bürgerlichen Leben alle Zeiteintheilung nach derSonne richten muß, weil die Abwechselung von Tag und Nacht maßgebendist für die Eintheilung aller Beschäftigungen des bürgerlichen Lebens, wie jaauch im Thier- und Pflanzenleben die Abwechselung von Tag und Nacht einebedeutende Rolle spielt.
So lange man noch mit mechanischen Uhren von geringer Genauigkeit zuthun hatte, war kein Anstand, da sie doch öfters gerichtet werden mußten, dieseUhren alle paar Tage nach der Sonne zu stellen; ob man sie einmal etwasschneller, dann wieder langsamer mußte laufen lassen, ob man sie etwas mehroder weniger verstellte, das war gleichgültig. Astronomische Uhren aber, wieüberhaupt gute Uhren, bei welchen ein möglichst gleichförmiger Gang die ersteBedingung ist, können unmöglich nach wahrer Sonnenzcit gerichtet werden.
Um aber doch den Sonnentag der Hauptsache nach als Zeiteinheit beizu-behalten, und dennoch ein gleichförmiges Zeitmaß zu haben, hat man statt deswahren veränderlichen, einen mittleren Sonnentag von stets gleichbleibenderLänge eingeführt. Denkt man sich die Dauer eines gewöhnlichen Jahres von865 Tagen in 365 vollkommen gleiche Theile getheilt, so ist ein solcherTheil der mittlere Sonnentag.
Eine schärfere Definition des mittleren Sonnentages ist folgende. Denktman sich eine Sonne, welche mit vollkommen gleichförmiger Geschwindigkeit denHimmelsäquator in derselben Zeit durchläuft, welche die wahre Sonne braucht,um die Ekliptik zu durchlaufen, so ist die Zeit von einer Culmination diesereingebildeten Sonne bis zur nächsten der mittlere Sonnentag.
Die wahren Sonnentage sind nun bald etwas länger, bald etwas kürzer,als der mittlere, der wahre Mittag ist also vor dem mittleren bald etwas vor-aus, bald bleibt er etwas gegen denselben zurück. Der Zeitunterschied zwischendem mittleren und wahren Mittag wird die Zeitgleichung genannt.
Der numerische Werth der Zeitgleichung für die einzelnen Tage des Jahreshängt davon ab, für welchen Moment man annimmt, daß die fingirte Sonnegleiche Rectascension mit der wahren habe. Man hat für diesen Moment die Zeitangenommen, in welcher die Rectascension der wahren Sonne am schnellstenwächst s24. December), u>rd so ergeben sich denn von 8 zu 8 Tagen folgendeWertbe der Zeitgleichung: