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Viertes Bncb. Zweites Capitel.
deren ein Südpol (das obere Ende des nach unten gekehrten Eisenstabs), unddiese beiden magnetischen Pole bewirken in gleichem Sinne eine Ablenkung desMagnetstäbchens aus dem magnetischen Meridian. Die Größe dieser Ablenkungerfährt man, wenn man die Platte 6 > Fig.241, sammt Allem, was daraus und daranbefestigt ist, um ihre vcrticale Axe dreht, um dem abgelenkten Magnetstäbchen zufolgen, bis die Axe des Fernrohrs wieder rechtwinklig steht aus der Ebene desMagnetspiegels, bis also die beiden Bilder des verticalcn Fadens wieder zusam-menfallen, wenn man in das Ocular des Fernrohrs hineinschaut.
Liest mau jetzt den Ronius abermals ab, so giebt die Differenz dieser undder ersten Ablesung die Größe des Winkels, um welchen das Magnetstäbchendurch den Einfluß des in den beiden Eisenstäben indueirten Magnetismus ausdem magnetischen Meridian abgelenkt worden ist. Wir wollen diesen Ablen-kungswinkel mit v bezeichnen und zunächst sehen, in welchem Zusammenhangeder Werth dieses Winkels v mit der Jnclination i steht.
Es sei X ber horizontale und 7 der verticale Erdmagnetismus, so ist dieKraft, mit welcher der horizontale Erdmagnetismus das um den Winkel v ausdem magnetischen Meridian abgelenkte Magnetstäbchen in denselben zurückzuziehenstrebt, gleich X sin. v.
Der in den beiden Eisenstäben inducirte Magnetismus, also auch dasDrehungsmomcnt, welches sie auf das Magnetstäbchen ausüben, ist aber demverticalcn Erdmagnetismus proportional, dieses Drehungsmoment ist also KY,wenn durch K ein eonstanter Factor bezeichnet wird. Dieses Drehungsmomenthält aber der Kraft das Gleichgewicht, mit welcher der horizontale Erdmagnetis-mus das abgelenkte Magnetstäbchen nach dem magnetischen Meridian zurückzieht,wir haben also
X . sin.v = Kit.
Setzt man die Jnclination gleich i, so ist Y= X.tang.i , folglich auch
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Man erhält also die Tangente der Jnclination, wenn man den Sinus der durtbdie vcrticalen eisernen Stäbe bewirkten Ablenkung mit einem constanten Factor
multiplicirt, dessen Werth für ein bestimmtes Paar von Eisenstäben dadurch
ermittelt wird, daß man für denselben Ort an einem zuverlässigen Jnclinato-rium die Jnclination i und an dem magnetischen Theodolit die entsprechendedurch die vertiealen Eisenstäbe bewirkte Ablenkung v abliest.
So fand Lamont im Jahre 1850 die Jnclination zu München gleich64« 59 , 5 ' und die entsprechende durch die Eisenstäbe am magnetischen Theo-dolit bewirkte Ablenkung gleich 20« 18,4', es ist demnach
1 tang. 64°. 59,5'
K sin. 20° 18,4'
- = 6 , 177 .
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