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Der Erdmagnetismus.
sitcit für jeden Ort der Erdoberfläche berechnen, wenn man für die Länge undBreite die diesem Orte entsprechenden Zahlenwerthe in die Gleichungen setzt.
Da es an einer hinlänglich genauen Bestimmung aller drei Elemente desErdmagnetismus für acht weit genug von einander entfernte Orte der Erdober-fläche fehlt, so muß man mehr Beobachtungen zu Hülse nehmen, als eigentlichzur Bestimmung der Coefficicnten nöthig sind. Auf diese Weise werden sichfür denselben Coefficicnten mehrere verschiedene Werthe ergeben, und man hatalsdann »ach der Methode der kleinsten Quadrate den wahrscheinlichsten Mittel-werth für jeden Coefficienten zu ermitteln.
Die säkularen Variationen. Die Elemente des Erdmagnetismus 203 für irgend einen Ort aus der Erdoberfläche sind keineswegs unveränderliche Grö-ßen, wie dies bereits im Lehrbuch der Physik besprochen wurde. Wie bedeutendsich die Declination ändert, ergiebt sich z B. aus der folgenden Tabelle:
Jahr.
Declination.
Jahr.
Declination.
1580
11°
30' östl.
1814
22°
34' weilt.
1618
8°
»
1819
22
29 »
1663
0
1822
22
ii
1770
8
10 ' meül-
1832
22
3
1780
19
55 »
1842
21
25 »
1805
22
5 »
1852
20
20
Man sieht aus dieser Tabelle, daß im Jahre 1580 in Frankreich die De-clination noch eine östliche war, daß sie abnahm und im Jahre 1663 Nullwurde; in jenem Jahre also zeigte die Dcclinationsnadel zu Paris genau nachNorden. Von jener Zeit an war die Declination zu Paris eine westliche, undzwar stets zunehmend bis zum Jahre 1814, wo die westliche Declination zuParis ein Maximum von 22 ° 34' erreichte. Seit jener Zeit nimmt die westlicheDeclination zu Paris wieder ab, und im Jahre 1852 betrug sie nur noch 20° 20'.
Solche, Jahrhunderte lang in gleichem Sinne fortdauernde Aenderungenim Stande der Magnetnadel werden mit dem Namen der säcularen Schwan-kungen bezeichnet. Man übersieht den Gang derselben sehr deutlich, wennman die magnetischen Karten verschiedener Zeiten mit einander vergleicht. EineDeclinationskarte für das Jahr 1600 (s. Gehlcrs physikalisches Wörterbuch)zeigt eine Kurve ohne Abweichung, welche in der Nähe von Bogota in Süd- amerika einen südlichen Wcndcpunct hat; sie steigt im atlantischen Ocean raschnach Norden und hat an der Küste von Norwegen ungefähr unter dem 65.Grade nördlicher Breite ihren nördlichen Wendepunct; von da wendet sie sichnach Petersburg , wo sie ihren östlichen Wendepunkt erreicht, um dann über dasSüdende von Italien und den Meerbusen von Guinea nach dem Cap der gu-