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1 (1851) Der schweizerische Jura : seine Gesteine, seine Bergketten, Thäler und Gewässer, Klima und Vegetation / von J. Siegfried
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23
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Allgemeine Verhältnisse.

L a g' c.

Den südlichsten Punkt unsers Erdtlieiles dnrchsclineidetder 3(i. Grad der nördlichen Breite. Der 45. Grad, welcherdie nördl. Halbkugel in zwei Hälften theiit, trifft den Po.Von diesem liegen die südlichsten Gegenden unsers Landesnoch fast um einen Grad nordwärts.

Vom Ocean ist uns am nächsten das ligurische Meer heiGenua , 21 G. IM. oder 32 x / 2 Schw. Stdn. vom K. Tessin;entfernter schon das adriatische hei Venedig , bis ßrusioetwa 2G G. Meilen oder 40 Schw. Std.

Schon seit längerer Zeit haben vaterländische Mathema-tiker und Geographen sich die Aufgabe gestellt, die Lageunsers Landes auf der Erdkugel anzugeben. Erst in denletzten Jahrzehenden indessen sind genaue Bestimmungenmöglich und die Lage zahlreicher Punkte in der Bibliothecjueuniverselle, in den Verhandlungen der naturforschenden Ge-sellschaften, zumal in den Zürich 1840 erschienenen Ergeb-nissen der trigonometrischen Vermessungen, bekannt gemachtworden.

Die Sternwarte von Bern , als Ausgangspunkt für astro-nomische Bestimmungen angenommen, liegt:

46° 57' G/ / 02 Lat.

5° 6' lO/'SO Long.

Breite. Im Verhältnis zum Aequator und Nordpol der Breite, Latitudo reicht der südlichste Punkt(Pedrinate im K. Tessin) unter 45° 47', entsprechend etwa demBreitenkreise des südlichen Theilesdes Annecysees oder Varese ;der nördlichste, (Bargen im Kt. Schalihausen) erreicht47° iS 49 / , also etwa den Parallel von Thann im Eisassoder Ludwigshafen am Bodensee, beide Punkte 30 G. M.oder 47 Schw. St. aus einander.

Der 46. Parallel durchschneidet oder beinahe Liddes, Zer-matt (Luino), Lugano, Varenna ; der 47. Neuenburg, Kircli-Lndach, Napf, Gersau, Glärniscb, Ragaz .