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1 (1851) Der schweizerische Jura : seine Gesteine, seine Bergketten, Thäler und Gewässer, Klima und Vegetation / von J. Siegfried
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festen Bodens zu gewinnen, da ein grosser Theil desselbenvon Gewässern nicht durchflossen wird, ja der Boden sichflussabwärts höher heben kann, wenn schon das flüssige Ele-nent sich tiefer einschneidet; einzelne Bergketten, ja ganzeGebirgssysteme werden vollends von Gewässern durchbro-chen. Es muss daher die vertikale Erhebung einer möglichstgrossen Zahl auch solcher Punkte aufgenommen werden, dieausser allem Bereich der Gewässer liegen; Thalgründe, Pla-teaux, Abhänge und Terrassen der Berge, deren Gipfel, Kämmeund Einschnitte.

Den wahren Massstab für Höhenverhältnisse gewährt aber,wie bei barometrischen, thermometrischen und ähnlichenAngaben, eine aus den bekannten Ilöhenzahlen gefundeneDurchschnittszahl, hei Gebirgen die mittlere Kammhöhe. Ei-ner oberflächlichen Betrachtung fallen freilich die höchstenund tiefsten Punkte zuerst in die Augen, müssen auch häufigausreichen , wenn nicht durch eine genügende und gleich-mässig über ein betreffendes Gebiet vertheilte Anzahl ge-messener Punkte eine gute Mittelzahl gewonnen wird.

Ein anschauliches Bild von der in stetem Wechsel derGebirge und Thäler, der Hoch- und Tiefebenen mannigfal-tig ausgeprägten Oberfläche eines Landes oder von dessenplastischem Bau (Relief) wird freilich nicht einmal durch eineAneinanderreihung zahlreicher Hühenangaben nach ihremnatürlichen Zusammenhang dargeboten. Es müssen diesel-ben in Profilen*) ausgedrückt, auf Karten, Panoramen (Rund-sichten) durch naturgetreue Zeichnung dargestellt, oder derganze Boden in ein Relief (Basrelief) aufgefasst, gleichsamverkörpert sein.

Schon in frühem Zeiten sind zahlreiche meist auf phy-sikal. Beobachtungen gestützte Höhenmessungen zumal inden Alpen aufgenommen und mitunter bekannt gemacht wor-den.**) Aber erst mit dem Beginn der trigonometrischen Ver-messung, die zur Verfertigung einer genauen Karte unsersLandes seit einer Reihe von Jahren ausgeführt und unun-terbrochen fortgesetzt wird, sind auch die Höhenmessungen

*) Zahlreiche Profile hat Michaelis seiner schonen Karle des Kt.Aargau heigegeben.

*) Auch hierin hat, meines Wissens J. Scheuchzer die Bahn ge-brochen ; melcorolog. Beobachtungen sind auf seine Anregung hin durchden Pater Kapuziner Joseph de Sessa im Golthardhospiz angestelit undeiniges hierauf Bezügliche durch Sch. selbst herausgegeben worden, ihmfolgten zahlreiche andere seiner Landsleute, unter den neuern C. Esche-iv. d. Linth , Casp. Horner, (17741834) Astronom und Physiker.Viele hatten sich mehr auf die nähern Umgebungen ihres Wohnortesbeschränkt, so die Genfer: Fatio de Duillier (1664 in Basel Siegfried, die Schweiz . 3