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1 (1851) Der schweizerische Jura : seine Gesteine, seine Bergketten, Thäler und Gewässer, Klima und Vegetation / von J. Siegfried
Entstehung
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88
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Hohen-Winden, denen etwa, unpassend, nach einemSennhuf der Name Uothmatt beigelegt wird, eine zusam-menhängende Masse, die sich mit den anliegenden Thälernbeträchtlich hebt, als breiter Felswall die Wasserscheide bil-det, und Mundart, Kleidung und Sitte der solothurnischenBewohner trennt. Die Hohen-Winde, wo der weisse Alpen-kranz das Auge fesselt, gewähren einen günstigen Standpunkt,von dem aus der verborgene Zusammenhang der anscheinendverworrenen Ketten sich schön entziffern lässt. Ein kleinerSeitenast geht von ihnen nördlich ah und birgt einen pracht-vollen Krater, dessen Circus mit 5 GOCH hohem Aufriss sichgegen Westen öffnet und mit seinen Felsenarmen den stillenWiesengrund von St. Bös umscldiesst.

Arme. Bald geht der Stamm des mächtigen Gewölbes«in der Muelten« in zwei Zweige auseinander; auf dem nörd-lichen Frenois liegt das Dorf Vellerat, einen Tlieil dessüdlichen macht der breite Bücken des IIa i tu e ux, Rameux,aus, und auf dem westlichen Ende treffen wir den WeilerRebevelier, im Meridian der Larg. Beide Arme nehmenein langes schmales Thälchen in ihre Mitte, in welchemneben zwei andern, V e r me s (Vermont , woraus Pferdmund)und Undervelier, llnterswyler, liegen.

lierqtluilchen. Vom Centralknoten aus ziehen die ineinander verwundenen Bergthälchen (comhes), in dereneinem das Dorf Wisen zwischen Wisenberg und Wisen-llue und nahe der untern Hauensteinstrasse liegt, zumKilchziininer und (obern) Schönthal fort; hier standlange Zeit ein Benedictinerkloster, das nach der Sage im12. Jahrh. durch einen Grafen von Froburg gegründet undzur Reformationszeit 1525 aufgelöst ward; die Güter sindEigentlmm des Bürgersnitals in Basel geworden. Tlieile bil-den noch die Billsteine, die schöne Limmernalp mitvielen Hütten, an denen vorbei der häufig betretene Wegvon Miimliswyl über den Vogelberg und das Joch der Was-serfalle der vordem Frenke entlang, nach dem gerade nord-wärts ungefähr in der Mitte zwischen Aar und Rhein liegen-den Reigoldswyl führt; ferner der Passwan g (Barschwang),wo die Strasse, die aus Süden her stark über den Abhangansteigt, eine Strecke weit dieses Thälchen gewählt bat ;Dürrenast u. a.

Der Grat des Passwang fällt nördlich zum schmalen Bo-genthal ab, das mit dem von Biirtis vereinigt gegen N e u-liäusli, wo eine mineralische Quelle, und etwas erweitertnach Beinwyl fortsetzt; die Gegend ist schon im J. 1085nach Aufhebung von Münster , durch Mönche aus dem Klo-ster Hirschau im Schwarzwald besetzt, das Kloster im 17.