Pfarrer, den zumal die unter den französischen Katholikenzerstreuten Evangelischen (etwa 500) bedürfen. Der BezirkMoutiers hat keine deutschen Ortschaften, dagegen der Be-zirk Delsberg ; aber überall auf den dortigen Lehenhöfen sinddeutsche Familien zahlreicher noch als in Delsberg , beson-ders seit das Land an Bern kam; in Moutiers wohnt ein deut-scher Pfarrer.
Von Bärschwyl an stimmt nun die Volks- und Sprach-scheide mit der politischen überein; Rohr verdankt (wie einstin ähnlicher Weise Neuenburg) seine unterscheidende Be-zeichnung der Welschen 1 ') Nachbarschaft; aber Gänsbrunnen ist noch deutsch , so wie die nahen Lehengüter bis nachCourt hin, das wieder wie ganz Val Tavannes der romani-schen Bevölkerung angehört. Diese besetzt den Montoz,die engen Thäler in welchen Peri und Vauffelin liegen;mit letzterm ist nun seit es 1811 zur eigenen Plärre erhobenward, ausser Plague und Frinvilliers auch llomont verei-niget, das bis dahin von dem allmälig deutsch gewordenenPieterlen (Perles) abhing. Zu Orvin und Peri (mit Hütte)gehören viele Bauerhöfe, die ihre zwei deutschen Schulenhaben und einen Pfarrer, der im Imerthal wohnt und alleMonate eine deutsche Predigt hält. Ferner sind Di essemit Lamboing und Nods französisch; ihre deutschen Be-wohner gehen nach Twann , Ligerz und INeuenstadt zur Kirche,je nach der Entfernung; so wie Evilard auf der Bergketteob dem Bielersee , das der französischen Kirche in Biel zu-getheilt ist. Magglingen (Macolin) aber in der polit. Ge-meinde Evilard (Leubringen ) hat deutsche Bauergüter und einekleine Schule. Auch die Weinberge ob Bözingen bis Vingelzsind alle von germanischer Bevölkerung bewohnt. Die hierüberall zerstreuten Landhäu er werden im Sommer wegenreiner Luft und herrlicher Aussicht weither aufgesucht. DerMagglingerberg (montagne de Macolin), Wald und Weide,meist von Deutschen in zerstreuten Lehenhöfen beworben,gehört nach Diesse oder nach Twann .
Wir haben den Fuss der vordersten Jurakette erreicht.Wie die übrigen Ortschaften die ihn begleiten, ist auch dieBürgerschaft Biels ursprünglich deutschen Stammes, dessenSprache zugleich die des amtlichen Verkehrs; die YVelt desHandels und die wohlhabendere Klasse gibt im allgemeinender fremden Sprache den Vorzug.
*) Der Ausdruck bekanntlich, mit dem germanische Stämme allesFremde bezeichnten , gleichbedeutend oder verwandt mit Wslen (z. B.in Walen-Stad, -Berg, -Guflen), Wallachen, Wallonen, Waldenser,Vaudois, Vaud , Waadt , Wallis , Valais . (Vgl. auch Tschudi de priscaRhauia. Ed. Bas. 1560. p. 17 seq.)