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tiefe stark sich senkende Felsschlucht und treiht doch nichtweniger als 18 Werke. Von seiner Quelle sieht man leichtseinen Ausfluss in den See. Die prachtvolle Brücke ist nachden Plänen des Ingenieurs Ceard aus Genf , von dem wir heider Simplonstrasse sprechen werden, unter Berthiers Regie-rung gebaut worden.
Sogar über die Spalten und in die Trichter, in denensich die VVasser verlieren, sind Mühlen, Sägen u. a. in dasewige Dunkel der Höhle mit sinnvoller Kunst und Kühn-heit hinein gebaut. So an zwei Orten im Jouxtlial, in Bre-vine u. a. die schon genannt wurden 5 die Rothmülde, mou-lin de la rouge eau, Lei Bellelai; hei Chaux d’Abel, in derGern. ]es Bois, werden durch das kunstvoll in die Tiefe ge-leitete Moorwasser drei, in Tailleres fünf über einander lie-gende Räder getrieben. Anderwärts, wo der Bach am Tagezwischen hohen Felswänden fliesst, sind die Gebäude vondein einen auf das andere Ufer gespannt, so dass dessenWasser auf die Räder geleitet werden muss und jene hochüber dem Abgrunde schweben. Auch hievon sind ein paarBeispiele genannt worden. (Descr. des Montagnes 1766.p. 48 f.)
An gar vielen Orten hat man die Felsspalten (Trichter,gouflres, entonnoirs) weiter ausgesprengt, so im Jouxtlial1816 und 1818, in Brevine , in Lignieres, oder man hat demWasser durch eigene Stollen Ablauf verschafft (Locle, See-ben), damit das nun bewohnte Thal nicht wieder versumpfe.Auf andere Weise hat man in les Eplatures bei Chaux-de-F’onds geholfen, wo Löcher reihenweise cjuer durch den ganzebenen Thalboden gebohrt wurden, um dem Moor- und zu-mal dem Schneewasser Ablauf zu bahnen. Es häuft sichdieses mitunter (wie in den Jahren 1794 und 1836) in sofurchtbarem Grade an, dass jeder Verkehr gehemmt bleibt.Diese Bohrlöcher, fondrieres, sind bis auf das feste Gestein(Kreide oder nur die ihr aufliegende Meeresmolasse) geführtworden, auf welchem beständig eine W asserschicht liegt.Diese cpiillt am Fusse des Kirchbühls von La Chaux-de-Fonds in den Wiesen la Ronde als Bach , Bied, hervor, der in demFelstrichter des nahen Grabens, ruz, sich verliert.
Regen- und Schneebfiche. Die Wasserfalle ist wohl sogenannt worden, weil von ihr — wie übrigens von jederScheidegg — die Wasser über beide Abhänge reichlich zumaliin Frühlinge fallen, wenn die Schneefelder den kräftigenSonnenstrahlen weichen müssen. Eine dortige Höhle wirdSchelmenloch geheissen, weil das Wasser unvermuthet her-vor stürzt und so lange fliesst, als der Schnee schmilzt; eineErscheinung die an die Maibrunnen der Alpen erinnert.