Untersuchungen
filier die
Gebirgssysteme unddie vulkanischen Phänomene
des inner» Asiens.
_A,n Central - Asien, knüpfen sich seit langer Zeit bei denVölkern des Abendlandes zweierlei Vorstellungen, welchewesentlich von einander verschieden sind. Die eine Klasse be-zieht sich auf die plastische Gestalt und die Configurationdes Bodens; die andere gehört der Geschichte der ältestenEntwicklung der menschlichen Civilisation an. — Man erblicktein grosses Plateau, wenn man von dem heiligen Thale desGanges nach Tübet oder von den brennenden Ebenen Fer-ghanas, dessen Culturcn und wunderbare Fruchtbarkeit Sul-tan Baber gefeiert hat, durch die bereiften Flächen von Pamernach Kaschghar und jenem grossen Sandfluss *) ansteigt,welcher sich von den Städten Khotan und Keria bis zumLop-See und zur Oase von Khamil ausdehnt. Da sich dieseSandwüsten gegen NO. fortsetzen und daselbst in die Stein-wiiste (Gobi ) übergehen, welche auf der Karavanenstrassevon Irkutsk nach Peking das kleine Binnenmeer des Baikal von der nördlichen Mauer des himmlischen Reiches etwasjenseit des Passes des Khingkan scheidet; so hat man ge-glaubt, ziemlich allgemein annehmen zu können, es existire
*) Scha-ho-, diesen Ausdruck gebraucht der reisende Buddha-Mönch Fabian (gegen Ende des 14. Jahrhunderts) statt des WortesSand wüste, Scha-mo.