Band 
Erster Band.
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Ein grosser Transversal-Gebirgsrücken, etwas östlichvon den heiligen SeenManasa undRäwana-hrada, entsprichtdurch seine Verlängerung gegen Süden einem Meridian, wel-cher die Kolosse des Djawaliir und Dhawalagiri scheidet;dieser merkwürdige Rücken bildet die Wasserscheide vonTiibet, indem die Gewässer auf der einen Seite zum Indusund Setledj nach Ladak (Leh ) und Sliipke, d. i. gegen NW.,auf der andern Seite durch den Tsanpu (den grossen StromTübets, im Tübetanischen Dzangbo-tschu genannt) nachHlassa gegen SO. abfliessen. Diese Theilung in ein östli-ches und ein westliches Tübet stellt die Erhebung desBodens zwischen den Gebirgssyslemen des Kuen - lun undHimalaya , welche zwischen Kaschmir und dem Bolor fastconvergiren, unter einem geognostisch natürlichen und denphysischen Phänomenen entsprechenden Gesichtspunkte dar. Diechinesischen Geographen scheinen bei ihrer politischen Clas-sification der Provinzen diese Einheit des tübetisclien Pla-teaus zu verkennen. Indem sie sowohl Klein-Tiibet oderBaltistan, im S. des grossen Gebirgsknotens des Tsungling,als das Land Ladak ( JNgacri ) oder Gross-Tübet der Per-ser ausschliessen, setzen sic die westlichste Grenze Tübetsin die Gegend des Ursprungs des berühmten Tsanpu, derbald für den Buremputer (Brahmaputra ), bald für den Ira-waddy oder Strom Avas gehalten wird. Diese Grenze be-findet sich mithin nahe bei demselben Damme oder der Trans-versalErhebung, welche ich eben als die Wasserscheide(divortia aquarum ) im 0. der heiligen Seen bezeichnete undderen wahre Lage in 79° 35' ö. Lg. zu sein scheint. Nunbesteht dies dem Dalai-Lama und dem politischen Einflüsseder Chinesen unterworfene Tübet aus drei Provinzen, wel-che im Kanzleistyle Pekings die drei Tübets genannt wer-

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