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Erster Band.
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Die Höhe der Fortsetzung des Plateaus im SW. von Khamiloder Hami nach Kuatscheou und der Kette des Kuen-lun istuns völlig unbekannt. Die Untiefen im N. und im S. derHimmelsberge (Thian-schan) scheinen zwischen Barkul unddem Inschan in einander überzugehen; aber diese ganze Re- ;gion ist für uns in Hinsicht auf Zahlenbestimmungen nocheine Terra incognita. i'

Wenn man die Kette des Kuen-lun nach Süden zu übersteigt, ISO gelangt man zu der grossen und berühmten Erhebung des Bo- |dens, welche den Raum zwischen dem Kuen-lun und dem Hima- flaya ausfüllt. Die unerschrockenen Reisenden, welche von !Hindustan aus die Kette der kolossalen Berge des Himalaya jübersteigen, sagen, sie seien auf dem Plateau der Tar- jtarei angekommen. Unter den Europäern war der P. An- itonio de Andrada der erste, welcher (1025) dies Plateau 1besuchte. Er stieg bei den Quellen der Wischnu-Ganga* *) |durch den Mana-Pass, im NW. des Niti-Passes, auf die j-Hochebene von Schaprang und West - Tübet, und sprach izuerst die Existenzder unermesslichen Ebenen des Landes ITübet aus. Von den Bergen des Himalaya kommend, in |denen sein Auge von dem Glanz des Schnees und Eises ge-litten hatte, glaubte der portugiesische Missionar nur ein ein-ziges Plateau von unabsehbarer Ausdehnung vor sich zu ha-ben. Eben desselben Ausdrucks haben sich noch in unsernTagen sehr verdiente Reisende, die Hm. Moor er oft und ,Herbert bedient; jener kam auf dem Wege von Gertopeüber Daba, dieser durchzog die hohen Ebenen, welchesich jenseit Meyang im Norden des Setledj - Thaies ausbrei- jjteil **). Aber wenn man die sämmtlichen Berichte, welche I

phische Verbreitung der Pflanzen in der Gobi , welches 1833 in einer |iöffentlichen Sitzung der Petersburger Akademie gelesen wurde. i

*) Hr. Ritter hat diese Localität bestimmt (Asien II. 445). HIassa j.und Ost-Tübet wurden erst 36 Jahre später von den christlichen Mis- tsionairen besucht. Dorville und Gruber kamen dahin von Peking aus, Üauf der Route des Khukhu-Nor; ihnen folgte, 1716, der P. Desideri, jjder in grade entgegengesetzter Richtung von Kaschmir her kam und füber Ladak nach Illassa ins östliche Tübet vordrang.

* # ) Asiat. Res. t. XII. p. 441; t. XV. p. 340, 371, 413.