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der Ansicht, die ich vor langer Zeit ausgesprochen, dassder südliche Theil des grossen asiatischen Plateaus zwischendem Himalaja und Kuen-lun in der mittlern Höhe nichtdas Plateau des Titicaca-Sees (2000t.), ja vielleicht nochnicht 1800 t. erreicht"').
Die neuesten Beobachtungen haben ebenfalls den Rang,welcher nach seiner absoluten Höhe dem fast kreisrundenBassin von Kaschmir , einer Stufe am Südabhange des Hi malaja beigelegt wurde, herabgesetzt. Nach unsicherenCombinationen glaubte man, dass die Höhe der der höchstenPlateaux der Cordilleren gleich käme. Der geistreiche undmuthige Reisende Victor Jacquemont , welcher vielleichtdas „irdische Paradies“ des Khodja Abdul Kherym undBernier’s mit etwas zu viel Geringschätzung behandelt, fandaus Barometermessüngen für den Grund des Beckens vonKaschmir nur eine Höhe von 5350' engl. (837 t.) über demOzean **). Selbst die geringe Höhe der Stadt Popajan inAmerika ist noch beträchtlicher. Der Baron Hügel, wel-cher das Thal von Kaschmir nach Jacquemont besuchtund eine sehr interessante Karte davon herausgegeben hat, setztdie Höhe des Beckens auf 5800 — 5900'engl. (907—922t.);jedoch ist dies nicht das Resultat"" 1 '*) einer Barometermes-sung, sondern stützt sich nur auf den Kochpunkt des Wassers.
Denkt man sich die Axe der grossen ErhebungCentral-Asiens (eine Erhebung, welche älter als die derGebirgsketten oder Systeme ist,) verlängert, so gelangt man,mit einigen Abweichungen, zu den Hochebenen Irans undSüd-Arabiens. Dies ist einer der merkwürdigsten Züge derplastischen Gestaltung ****) der alten Welt, denn das
*) So erreichen z. B. alle Dörfer der chinesischen Tartarei zwi-schen Ladak und Baschar nur 12000' engl. (1875 t.). Trans, of the-As. Soc., I., p. 373.
’"*) Correspond, pendant mt Voyage dans l’Inde, II., p. 58, 74.
• ***) Journ. of the Geogr. Soc., vol. VI., pt. I., p. 318. Im Asiat.Journal, Oct. 1836, p. 66, heisst es: Ilr. v. Hügel hat die Höhevon Kaschmir zu 6300' engl. (985 t.) mittelst dreier, dasselbe Resultatgebenden Thermometer gefunden.