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Strasse von 7530' H. darbietet. Im N. der grossen kauka-sischen Mauer, in den Ebenen zwischen Don, Wolga undJaik erhält sich der Boden an mehreren Punkten, z. B. znSarepta und Tschernojar, wie um den Berg Bogdo und dieSalzseen von Kamysch-Samara noch auf einer Höhe von 60—80' unter dem mittlern Niveau des schwarzen Meeres,wie sich aus Hrn. Goebel’s interessanten Messungen ergiebt.Vom britischen Indien und dem Pendjab her, eröffnen zweiin Richtung und Länge verschiedene Strassen eine Verbin-dung zwischen dem europäischen Norden und Süden Asiens ;die eine führt directer durch die Thäler des Djihun und Sir,indem sie über die Schneekette des Hindu-Kho läuft, vonFyzabad und Balkh nach Peichawer und Kabul ; die andre aufeinem langen Umwege von Georgien und dem Plateau, aufwelchem sich der Ararat erhebt, über Tabris , Kasbin undTeheran nach Herat und Kandahar , indem sie sich beständigim Süden des Hindu-Ivho hält und allmälig von den hohenund dürren Ebenen Persiens von W. nach 0. gegen Altokund die Ufer des Indus hinabsenkt. Auf dieser letztemRoute wendet man sich um das Südende des caspischen Sees,und ungeachtet der jetzigen Verwickelung mehrerer rivalisi-renden Mächte zwischen Herat und Lahore , wird die Längedes Weges durch den Vorlheil einfacherer politischer Ver-hältnisse aufgevvogen, welche ein grosses dazwischenliegen-des Reich, Iran , darbietet. Die hier bezeichneten Regionenkönnen als Wege für die friedliche Verbindung oder feind-liche und stationsweise vorrückende Einfälle angesehenwerden. Dieser letztere Gesichtspunkt gehört indess einernoch sehr fernen Epoche an. Die beiden Strassen sind seitdreissig Jahren mit einem stets wachsenden Eifer erforschtworden, und man darf sich Glück wünschen, dass der wie-wohl etwas geheimnissvolle Zweck dieser Untersuchungen nichthat erreicht werden können, ohne dass sie der astronomischenGeographie und Physik der Erde im Allgemeinen wirklicheDienste leisteten. Es bleiben ohne Zweifel noch grosseLücken auszufüllen, selbst was die äussere Gestaltung dei -Oberfläche des Bodens betrifft, sowohl in Persien und Kan-dahar, als in Maveralnahar oder der Grossen Bucharei, be-