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in beiden Welttheilen sind von verschiedener Ordnung.Ihre numerische Unterscheidung, wie das Minimum derHöhe, welches die Bewohner verschiedener Länder demWort Plateau im Allgemeinen beilegen, ist eben so un-bestimmt und veränderlich wie Alles, was relative Grössebetrifft. Die niedrigsten Ebenen eines Continents sind Pla-teaux in Vergleich mit dem Meeresniveau, und die Vorstel-lung von Plateau ist nothwendig an die der ersten Emporhebungdes trocknen Landes geknüpft. In diesem Sinne sind selbstdie Alluvion - Deltas Plateaux. Der Sprachgebrauch ist in-dess weit entfernt davon, eine rein geologische Auffas-sung anzunehmen; er bedient sich dieses Ausdrucksnur für Ebenen von bedeutender Erhebung, für Hochebe-nen, und da die Bestimmung dessen, was hoch zu nennenist oder einen beträchtlichen Niveau - Unterschied zeigt,nach der hypsometrischen Constitution eines Landes und derHöhe der bewohnten Plateaux unendlich wechselt, so sindin verschiedenen Gegenden die Ausgangspunkte sehr verän-derlich, welche zur Bestimmung der verschiedenen Ord-nung der Plateaux dienen. In Mexico , Cundinamarca (Neu-Granada) und Peru , wo es volkreiche Städte in 8000, 10000und 12600' Höhe giebt, lässt man sich von dem Einfluss derTemperaturen, von den stufenweise übereinander liegenden Kli-maten leiten. In diesen schönen Gegenden der Tropen, wodie äusserst geringen Variationen in den Jahreszeiten dieAbnahme der mittleren Wärme beim Hinaufsteigen auf dieHochebenen weit bemerklicher machen, werden die Klimatezum Anzeiger für die Veränderung der Höhe, der ohneZweifel etwas trügerisch ist, wenn die Ebenen sehr gross
findet sich im Amarakocha. Im Persischen könnte man, glaube ich,sagen kohi-descht oder deschti-koh ; aber diese Wörter scheinen nichtgebraucht zu sein. Wenn Abulfeda , nach Itrn, Reinaud’s treff-licher Edition, sagt (arab. Text, p. 739), „dass die Stadt Djordjan,am Meere der Khozars (casp. Meere) zugleich einen ebenen (sahlye)und bergigen ( djebelye ) Boden besitzt“, so kann man glauben, dasser nur von einem bergigen Lande mit tiefen Thälern spricht, weilder Historiker hinzusetzt, „dass man daselbst sowohl Früchte niedri-ger ( ahjmr ) als hoher Gegenden ( alnedjd ) findet“.