Band 
Erster Band.
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bis zur Magellans-Strasse ziehen. Nur den Tiger trifft man,ohne dass er seine Schönheit, Stärke und gewöhnlicheWildheit verlöre, von Ceylon und Cap Comorin bis jensehdes Altai im Mittelpunkte Sibiriens selbst, unter den Paralle-len von Oxford und Berlin an. Der Löwe ist in Europa ,wenn man sich auf historische Erinnerungen beschränkt,noch um 12 ° südlicher geblieben. In der alten Welt bildendie Richtung der Gebirgsketten, die ausserordentliche C011-figuration Central-Asiens , das Becken des mittelländischenMeeres und die Küstenkette des Atlas eine Scheide der-mate und Productionen; in der neuen Welt hingegen stre-ben die meteorologischen Phänomene wie die Erscheinungendes Lebens, ohne selbst die Menschenracen davon auszu-schliessen, sich mehr miteinander zu vermischen und sichüber weite Räume in der Richtung der Meridiane z ' 1verbreiten.

Die eben angeführten Gegensätze zwischen derVerthei-lung des Tieflandes in beiden Continenten wiederholen si^auf eine noch schlagendere Weise in der Vertheilung de fverschiedenen Gebirgssysteme Asiens und Amerikas . Letz-teres, hervorgetrieben auf der Wasserhalbkugel*) unser**

*) Indem ich mich dieses Ausdrucks bediene, bemerke ich, W*ich es schon anderwärts gethan, dass dies zur Bezeichnung ciu 1*Eintlieilung der Erde in der Richtung der Meridiane geschiehDie ungleiche Yertheilung des festen Landes und des Meeres hat seit 011längst die südliche Hemisphäre als eine durch ihre Wasserfläche höc^ausgezeichnete ansehen lassen; aber ein gleiches Verhältniss findetS> cauch, wenn man die Erde nicht in der Richtung des Aequators,dein in der der Meridiane abtheilt. Die grösste Masse des Landes lSzwischen die Meridiane von 10° w. und 150° ö. Lg. Par. zusamin 61gedrängt, während die vorzugsweise mit Wasser bedeckte Halbkuröstlich vom Meridian der Küste Grönlands anfängt und östlich ^

Meridian der Ostküste Neuhollands und der Kurilen endigt. FürBewohner des mittleren Europa kann die Wasserhemisphärewestliche genannt werden, während ihm die Landhalbkugel

östliche ist, weil man nach Westen hin viel eher zur ersten, als /zweiten gelangt. Toscanelli und Columbus hatten undeutliche V°lStellungen von dieser Ordnung der Dinge; aber bis zur Mitte des bJahrhunderts war die westliche Halbkugel auch den Völkern der ®