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■Wenn ein Reisender ein b eschreib en d es Werk herausgiebt,so muss dem Leser daran liegen, die Ergebnisse der directenund persönlichen Beobachtung von solchen Resultaten unterschei-den zu können, die bloss aus der Verbindung von Thatsachenoder der Erörterung aller Vorstellungen hervorgegangen sind,welche man im Laufe der Jahrhunderte von der gewaltigenFläche eines ganzen Conlinents gewonnen hat. Eine Sonderungder Art ist nach meinem Dafürhalten ebenso nützlich für denLeser, der sein Vertrauen nur mit kritischer Umsicht schenkt,als für den Reisenden, indem dadurch die von ihm begangenenFehler, welche aus der Ungenauigkeit in denjenigen Beobach-tungen entsprungen, die ihm nicht selbst angehören, ihre Recht-fertigung finden. Wenn es mir erlaubt wäre, einen Mann vongrosser und unvergänglicher Berühmtheit zu nennen, so würdeich hier daran erinnern, wie sehr man bedauern muss, dass MarcoPolo es sich zur Aufgabe gestellt hatte, in seiner Erzählung das,was er selbst sehen konnte, mit dem zu vermischen, was eranscheinend theils uns noch unbekannten beschreibenden Werken(s. Tb. II., 587), theils Mittheilungen verdankte, die ihm von Punk-ten in der Nähe seines Aufenthaltsortes zuflossen.
Den historischen Bericht über meine Reise nach Sibirien hat einer meiner Reisegefährten, Hr. Gustav Rose , herausgege-ben; derselbe führt den Titel: „Reise nach dem Ural, dem Al-tai und dem kaspischen Meere, auf Befehl Sr. Majestät desKaisers von Russland im Jahre 1829 ausgeführt von A. v.Humboldt, G. Ehrenberg und G. Rose. Mineralogisch-geognostischer Theil und historischer Bericht der Reise, vonG. Rose; 2 Bände, Berlin , 1837 und 1842.“ Ich fürchte nicht,dass Gelehrte, die tief in die Wissenschaft eingeweiht sind, mir