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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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144 Physische Erdbeschreibung.

davon allezeit mit großem Appetit. Sie essen, wieüberhaupt in den heißen indischen Landern', nickt vielFleisch, wie denn die Europäer sich dort gleichfallsdesselben entwöhnen. Was sie aber am liebsten essen,sind die Gedärme. In ihrem Handel sind sie sehrehrlich. Sie bedienen sich auch der obgcnanntenKoaris, die man hier Mohrcnzähnc nennt, und Horn«förmige Muscheln sind, die statt der Münzen dienen.Es gehen sechs, bis achthundert derselben auf einenPfennig. Die Leute hier kommen gut mit Gold,schlagen zurcckte. In der Mahlerey zeichnen sie,wie die Chincser, ungeheure und bloß unmöglicheDinge.

Das Land von Siam ist mit einer hohen SchichtLeim bedeckt, wegen der Uebcrschwcmmung derFlüsse, und man findet daselbst schwerlich einen Feuer-stein. Unter ihren Gewächsen merke ich nur das,m Orient so berühmte Aloesholz, welches sonstauch Paradies - Kalambach-, Aquilaholz hieß, undin Siam, ingleichen in Cochinchina, gefundenwird. Es ist von so sehr verschiedener Güte, daßein Pfund bisweilen mit drey Thaler, bisweilen mittausend Thaler bezahlt wird. Man braucht es zumRäuchern in den Götzentempeln.

Die